Nach der Festnetzübernahme
Freenet sieht neue Perspektiven

Der Internetdienstleister Freenet sieht für sich nach der Übernahme des Festnetzgeschäfts von Mobilcom und einer damit verbundenen kräftigen Gewinn- und Umsatzausweitung im zweiten Quartal neue Wachstumsperspektiven.

Reuters HAMBURG. Vorstandschef Eckhard Spoerr teilte am Donnerstag in Hamburg anlässlich der Vorlage der Quartalszahlen mit: „Zum zweiten Quartal 2003 präsentiert sich die Freenet.de AG als ein neues Unternehmen - mit neuen Dimensionen und neuen Perspektiven.“ Die Internet- und Festnetztochter hatte Anfang April die Festnetzaktivitäten von Mobilcom für 35 Mill. Euro übernommen. Damit fließen die vollen Gebühren für die Online-Minuten in die Kassen von Freenet, die zwischen April und Juni ihren Umsatz damit verglichen mit dem vorangegangenen ersten Quartal (Q1: 13,4 Mill. Euro) auf über 120 Mill. Euro deutlich und das Betriebsergebnis auf 25 Mill. mehr als verachtfachte. Vorher hatte Freenet für die Vermittlung von Online-Minuten eine Provision erhalten. Die Einnahmen flossen der mit 76 Prozent an ihr beteiligten Mobilcom zu.

Freenet bekräftigt Prgonose für 2004

Spoerr bekräftigte die Prognose, wonach Freenet 2004 mit einem Umsatz von 600 (2002: 42) Mill. Euro und einem Betriebsergebnis von mehr als 75 Mill. Euro rechnet. Den Anstieg der liquiden Mittel auf 118 (Q1 2003: 71,6) Mill. Euro im zweiten Quartal 2003 bezeichnete er als solide Basis für den weiteren Geschäftsausbau, künftige Investitionen und die fälligen Raten zur Rückzahlung des Kaufpreises für das Festnetz.

Die im vergangenen Jahr von einem Bankenkonsortium knapp vor der Pleite gerettete Mobilcom hat sich verpflichtet, ihre Beteiligung möglichst bald zu verkaufen, um Kredite zurück zu zahlen. Mobilcom will in den nächsten Wochen auf Basis des bis dahin vorliegenden Geschäftsplans über ihr weiteres Vorgehen bei Freenet entscheiden. Branchenexperten halten es für möglich, dass Mobilcom nur einen Teilverkauf anstrebt. Bei einem Verkaufspreis in der Nähe des aktuellen Freenet-Börsenkurses würde eine Größenordnung von 25 Prozent reichen, heißt es. Am Donnerstag legten die Freenet-Aktien fast acht Prozent auf 44,60 Euro zu.

Freenet-Sprecherin Elke Rüther sagte, das Unternehmen würde es begrüßen, wenn Mobilcom an der Beteiligung festhalte. Zur Rückzahlung der Kredite würde es ausreichen, einen Teil der Anteile zu verkaufen.

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