Nach der Übernahme des Siemens-Bereiches
Benq zückt bei Handy-Sparte den Rotstift

Der taiwanesische Elektronikanbieter Benq hat nach der Übernahme der Siemens-Handysparte drastische Sparmaßnahmen in der Entwicklung und in der Fertigung angekündigt, um Verluste auszugleich und Kosten zu senken.

HB TAIPEH. Benq-Chef KY Lee sagte in einem Interview, der Anteil der deutschen Werke an der Handy-Fertigung werde von 40 auf 20 % halbiert. "Die Produktionskosten sind in Deutschland hoch, deshalb werden wir einen Teil nach Asien verlegen. Ich weiß, dass einige Arbeiter protestieren werden", erklärte Lee. Aber der Handy-Markt befinde sich an einem kritischen Punkt. "Wenn jemand versuchen sollte, die Reform zu blockieren, werden wir alle Verlierer sein."

Über das Schicksal der 6000 Beschäftigten in der früheren Siemens-Handy-Sparte, von denen die Hälfte in Deutschland arbeitet, will Benq erst im Juni 2006 entscheiden. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt ein Standortsicherungsvertrag, den Siemens an Benq "mitverkaufte".

Lee sagte, den Schwerpunkt der Produktion wolle sein Unternehmen in China setzen und dort statt zuvor 30 nun 60 % der Handys fertigen lassen. In Brasilien sollen 20 statt 30  bleiben.

Auch bei der Handy-Entwicklung setzt Benq den Rotstift an. Lee sagte, derzeit seien bei Siemens und der "alten" Benq jeweils 25 und 20 neue Modelle in der Entwicklung. Nach der Übernahme werde das Unternehmen jedoch nur noch 35 oder sogar deutlich weniger Modelle auf den Markt bringen und sich dabei auf das obere Preissegment konzentrieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%