Nach der Übernahme
Kabel Deutschland unterwirft sich Vodafone

Vodafone ist bei Kabel Deutschland am Ziel. Wie geplant stimmten die Aktionäre des Münchner Unternehmens einem Beherrschungsvertrag zu - fast ohne Gegenstimmen. Kritik gab es dennoch reichlich.
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MünchenDeutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland hat sich nach der Übernahme durch Vodafone endgültig aus der Unabhängigkeit verabschiedet. Nach einer wechselvollen Geschichte stimmten die Aktionäre am Donnerstag auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in München dem zwischen den Unternehmen ausgehandelten Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag zu. Da Vodafone bereits mehr als 76 Prozent der Anteile an dem Konzern hält, war die Abstimmung Formsache. Am Ende lag die Zustimmungsquote bei über 99,99 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Kabel Deutschland ist nun an Weisungen der Mutter gebunden und muss seine Gewinne abführen.

Doch zuvor hatten die verbleibenden Aktionäre viele Fragen. Nach der Aussprache zog sich die Debatte um die finanziellen Bedingungen des Geschäfts über viele Stunden bis in den Abend hin. Der Vertrag sieht unter anderem vor, dass die verbliebenen Aktionäre statt einer Dividende künftig jährlich eine Ausgleichszahlung von 3,77 Euro brutto je Aktie bekommen.

Zudem verpflichtet sich Vodafone, den verbliebenen Aktionären eine Abfindung von 84,53 Euro je Aktie zu zahlen, sollte die ihre Aktien an Vodafone abtreten wollen. Das ist derzeit allerdings ein wenig verlockendes Angebot. An der Börse stand der Kurs der Kabel Deutschland-Aktie am Donnerstag bei rund 100 Euro. Dort wäre also mehr zu holen. Auch deswegen äußerten mehrere Aktionäre Kritik an der Bewertung ihrer Anteile und kündigten eine gerichtliche Überprüfung an - kein ungewöhnlicher Schritt.

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