Nach Einstieg
United Internet will mit Drillisch kooperieren

Der Internetdienstleister United Internet will eng mit dem Mobilfunkanbieter Drillisch kooperieren. Analysten vermuten, dass United Internet nach dem Einstieg bei Drillisch schon einen neuen Kaufkandidaten ins Visier genommen hat.

dpa-afx MONTABAUR. "Mit dem Einstieg verstärken wir unsere Partnerschaft", sagte ein Sprecher von United Internet am Mittwoch in Montabaur. Die Gesellschaft verhandelt nach dem Kauf einer 9,7-prozentigen Beteiligung an der Drillisch AG über eine Vermarktungskooperation für DSL- und Mobilfunkprodukte. "Drillisch ist hervorragend aufgestellt und verfügt über ein Topmanagement."

Die Unternehmen sind bereits über eine gemeinsame Holding an dem Telefonkonzern Freenet beteiligt. Ursprünglich wollten Drillisch und United Internet den Wettbewerber komplett übernehmen und zerschlagen. Während Drillisch das Mobilfunkgeschäft will, war United Internet (1 & 1, GMX, WEB.DE) an der DSL-Sparte interessiert. Während die Gespräche zwischen United Internet und Freenet über den Kauf des DSL-Geschäfts aber scheiterten, verfolgt Drillisch die Übernahme des Handy-Geschäfts. Um die Transaktion zu stemmen, holte sich Drillisch über eine Kapitalerhöhung brutto 106,4 Mill. Euro. Rund ein Drittel der neuen Aktien kaufte United Internet.

Nach Einschätzung einige Analysten könnte United Internet nach der abgeblasenen Freenet -Akquisition mit Versatel einen neuen Kaufkandidaten ins Visier genommen haben. Neben Telecom Italia , Arcor und Telefonica sei United Internet ein möglicher Interessent für das Düsseldorfer Unternehmen, sagte Frank Rothauge von Sal. Oppenheim.

Hintergrund der Spekulation ist der Einstieg der Berenberg Bank bei dem Düsseldorfer Netzbetreiber. Die Berenberg Bank halte das 10,7-prozentige Aktienpaket für eine andere Gesellschaft, hieß es in Finanzkreisen. Sprecher von Versatel und United Internet äußerten sich nicht dazu.

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