Nach gescheiterter Übernahme
Springer legt Kartell-Beschwerde ein

Überraschender Zug der Axel Springer AG: Der Medienkonzern hat Beschwerde gegen die Untersagungsverfügung des Bundeskartellamtes gegen den beabsichtigten Erwerb der Pro Sieben Sat.1 Media AG eingelegt.

MÜNCHEN. Nach Springer-Angaben wird über die Beschwerde das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden. Springer begründete den Schritt damit, „Rechtssicherheit für künftige Akquisitionen“ erhalten zu wollen. Eine Neuauflage Übernahmepläne soll es nicht geben. „Das steht im Moment überhaupt nicht zur Debatte“, sagte Springer-Sprecherin Edda Fels. Sollten die vom Kartellamt angeführten drei Untersagungsgründe, deren Rechtmäßigkeit die Axel Springer AG bestreitet, Bestand haben, wäre Wachstum durch Zukäufe für den Konzern in Deutschland kaum noch möglich.

Springer hatte sich am 1. Februar entschlossen, die angestrebte Übernahme von Pro Sieben Sat.1 nicht weiterzuverfolgen. Begründet wurde dies mit den zahlreichen Unsicherheiten insbesondere eines möglichen Ministererlaubnisverfahrens und der damit verbundenen unzumutbaren Risiken für alle Beteiligten. Springer wollte in einem ersten Schritt die von US-Finanzinvestoren um Haim Saban gehaltenen Anteile erwerben.

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