Nach Gewinneinbruch
Sharp kassiert Jahresprognose

Die Fernseher verkaufen sich mäßig, die Konjunktur dümpelte vor sich hin - für den Elektronikkonzern Sharp waren es schwierige Monate. Die Prognose wurde nun gesenkt, einen Gewinn werde es nicht geben.
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TokioDer Elektronikkonzern Sharp rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Rekordverlust. Zum Bilanzstichtag 31. März dürften rote Zahlen von 290 Milliarden Yen (2,9 Mrd. Euro) anfallen, kündigte das japanische Unternehmen am Mittwoch an. Auslöser seien unter anderem der Preisverfall bei LCD-Flachbildfernsehern und Solarbatterien. Im Oktober war Sharp noch von einem Gewinn von 6 Milliarden Yen ausgegangen. Der Umsatz dürfte 2,5 statt 2,8 Billionen Yen betragen, hieß es. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres war ein Nettoverlust von 213,5 Milliarden Yen angefallen, nach einem Gewinn von 21,8 Milliarden Yen im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Umsatz fiel im selben Zeitraum um 18,3 Prozent auf 1,9 Billionen Yen.

Sharp hat nach dem Einbruch seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr eingestampft. Das maue TV-Geschäft und die schwache Konjunktur ließen das Betriebsergebnis in den ersten neun Monaten um 86 Prozent zusammenschmelzen.

Im gesamten Geschäftsjahr werde die Gewinnprognose daher auf Null gekürzt, teilte der Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss in Tokio mit. Bislang war Sharp von 85 Milliarden Yen (854 Millionen Euro) Betriebsgewinn im bis März laufenden Geschäftsjahr ausgegangen.

Zugleich teilte Sharp mit, die Produktion von großen TV-Bildschirmen runterzufahren. Stattdessen will der Konkurrent von Samsung und LG Electronics sich stärker auf kleinere Bildschirme konzentrieren, die etwa bei Tablet-PCs und Smartphones eingesetzt werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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