Nach Gewinneinbruch
Toshiba warnt vor Chip-Preisverfall

Der Elektronik-Konzern Toshiba hat angesichts eines neuerlichen Preisverfalls bei Flash-Speicherchips einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das japanische Unternehmen warnte am Dienstag zudem vor weiter sinkenden Preisen.

HB TOKIO. Toshiba bekräftigte aber seinen Geschäftsausblick für das Gesamtjahr. Flash-Speicherchips können Daten ohne permanente Stromversorgung speichern und werden zum Beispiel in Digitalkameras eingesetzt.

Im operativen Geschäft wies Toshiba für das dritte Geschäftsquartal (per Ende Dezember) einen Gewinnrückgang von 25 Prozent auf 42,06 Mrd. Yen (237 Mill. Euro) aus. Die Gewinn-Marge in der Chip-Sparte ging auf 4,8 von zehn Prozent zurück. "Das tut weh", sagte Vizepräsident Fumio Muraoka. Man gehe nun davon aus, dass die Preise für NAND-Speicherchips bei Toshiba im Gesamtjahr um 50 Prozent sinken. Bislang war ein Rückgang von 40 Prozent erwartet worden. Die Prognose eines operativen Gewinns von 290 Mrd. Yen für 07/08 hielt Toshiba dennoch aufrecht.

Der Konzern investiert derzeit in neue Produktionsanlagen und will 2009 auch ein neues Werk für NAND-Speicherchips bauen, die etwa in Musikspielern wie dem iPod eingesetzt werden. Allerdings wird auch der Preiskampf mit Rivalen wie Samsung Electronics schärfer.

Toshiba ist seit längerem dabei, sich auf die Kernbereiche Halbleiter und Kernkraftwerke zu konzentrieren. Die Aktie hat sich im Schlussquartal 2007 deutlich schlechter entwickelt als der Durchschnitt der Branche. Dazu trug auch die Entscheidung der Warner-Filmstudios bei, künftig ausschließlich Blu-Ray als DVD-Nachfolgeformat unterstützen. Der Zuschlag für das Format von Sony bedeutete einen herben Rückschlag für Toshibas Technologie HD-DVD. Die Sparte kämpfe derzeit auch mit Verlusten, räumte Toshiba am Dienstag ein. Genaue Zahlen wollte der Konzern dazu aber nicht nennen.

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