Nach gutem zweiten Quartal zuversichtlich
Pro Sieben Sat1 legt deutlich zu

Deutschlands größter TV-Konzern konnte dank Kosteneinsparungen und günstiger Programmformate im ersten Halbjahr des Jahres zulegen. Pro Sieben Sat1 hat zudem die positive Haltung für das Gesamtjahr bekräftigt. Die Erwartungen des Marktes wurden von April bis Juni klar übertroffen.

HB MÜNCHEN. „Die Pro Sieben Sat1-Gruppe, das zeigen die Zahlen, hat wieder Fahrt aufgenommen“, sagte Konzernchef Guillaume de Posch am Freitag in Unterföhring bei München. Erstmals seit Bestehen hätten alle vier Sender der Gruppe - ProSieben, Sat.1, Kabel 1 und N 24 - zum Halbjahr vor Steuern schwarze Zahlen geliefert. Pro Sieben Sat1 habe dabei zwar auch von steigenden Werbeausgaben profitiert. „Das gute Ergebnis ist jedoch nicht allein auf Umsatzzuwächse zurückzuführen, sondern zu einem maßgeblichen Teil auch auf das Kostenmanagement des Unternehmens.“

De Posch bekräftigte, er rechne für 2004 mit einem leichten Wachstums des TV-Werbemarktes von zwei Prozent netto. „Für die Pro Sieben Sat1-Gruppe rechnen wir mit einem Umsatzwachstum, das höher ausfallen wird als das des Marktes.“ Für das Gesamtjahr sei mit einer signifikanten Ergebnisverbesserung zu rechnen.

Pro Sieben Sat1 konnte im ersten Halbjahr vor allem von dem Wegfall der Kosten für die Fußball-Bundesliga-Übertragung profitieren, die im Vorjahr bis Jahresmitte noch die Gewinne gedrückt hatte.

Von April bis Juni verbuchte der Konzern vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) ein Gewinn von 118,3 Mill. € - 84 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich kletterte der Gewinn auf 47,6 (Vorjahr 22) Mill. €. Der Quartalsumsatz legte um sechs Prozent auf 496 Mill. € zu.

Acht befragte Analysten hatten im Schnitt für das Quartal mit einem Ebitda von 105 Mill. € sowie einem Umsatz von 486 Mill. € gerechnet. Die Nettofinanzverschuldung reduzierte sich den Angaben zufolge binnen Jahresfrist auf Grund des mittlerweile abgeschlossenen Refinanzierungskonzepts um 47 % auf 423,3 Mill. €.

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