Nach Jahresverlust
Bezahlsender Sky verspricht mal wieder Gewinne

Der Bezahlsender Sky hat 2012 einen stärkeren Verlust eingefahren als erwartet – und das trotz Kundenwachstum. Doch der Pay-TV-Sender hofft weiter auf üppige Gewinne. Dabei setzt Sky auf mobile Endgeräte.
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Düsseldorf/MünchenSky Deutschland bleibt wie erwartet in den roten Zahlen. Doch der Bezahlsender konnte angesichts steigender Abo-Zahlen und mehr Umsatz pro Kunde seine Verluste im vergangenen Jahr erneut deutlich verringern. Konzernchef Brian Sullivan bekräftigte sein Ziel, zumindest vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in diesem Jahr schwarze Zahlen zu schreiben, wie Sky am Donnerstag in München mitteilte. Die Eckdaten der Bilanz sind seit Januar bekannt.

Unter dem Strich steht für 2012 ein Verlust von gut 195 Millionen Euro in den Büchern des mehrheitlich vom Medienmilliardär Rupert Murdoch kontrollierten Konzerns. Allerdings: 2011 waren es noch fast 278 Millionen Euro gewesen. Sullivan hat in den vergangenen Jahren das Programm von Sky deutlich ausgebaut. Dank millionenschwerer Kapitalspritzen von Murdoch konnte sich der Sender im vergangenen Jahr zudem erneut die Bundesliga-Rechte sichern.

Auch bei den Abo-Zahlen geht es bergauf. 2012 wuchs die Zahl der Kunden um 351 000 auf 3,363 Millionen. Und auch der Umsatz pro Abonnent kletterte auf 31,88 Euro. Der operative Verlust verringerte sich von 155,5 Millionen Euro auf 51,1 Millionen Euro. Der Umsatz des Konzerns stieg um 17 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. „2012 haben wir ein starkes operatives Ergebnis erzielt“, sagte Sullivan. 2013 soll es operativ auch auf Jahressicht schwarze Zahlen geben. Wann auch unter dem Strich ein Gewinn stehen wird, ließ er weiter offen.

Sky setzt dabei vor allem auf mobile Endgeräte. Der Bezahlsender profitiert bereits jetzt von der schnell wachsenden Nutzung von Fernsehinhalten auf Smartphones und Tablets. Die Einwahl beim mobilen TV-Angebot Sky Go sei im vergangenen Jahr um 335 Prozent auf 33,3 Millionen Nutzer gestiegen, teilte Sky mit.

„Unseren Kunden ist nicht verborgen geblieben, dass wir Sky Go seit der Einführung im April 2011 stetig weiterentwickelt haben. Wir befinden uns aktuell in der sechsten Produktgeneration“, sagte Sky-Manager Ronald Fiedler dem Handelsblatt. „Ein Ende des Booms der mobilen Nutzung ist für uns nicht absehbar.“ Sky sei sehr stolz darauf, schon kurz nach der Markteinführung des iPads im Jahr 2010 die ersten gewesen zu sein, die auf einem Tablet Fernsehen gemacht hätten.

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