nach Kirchenkritik

Shell und Spar ziehen Werbung zurück

„Kauf ein, wenn Mutti in die Kirche geht!“ Der Slogan des Mineralölkonzerns und der Edeka-Tochter für ihre Tankstellenshops sorgte für Aufregung. Jetzt entschuldigen sich die Unternehmen.
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„Kauf ein, wenn Mutti in die Kirche geht!“ ist der Slogan der Werbung, die Shell nun zurückzieht.

„Kauf ein, wenn Mutti in die Kirche geht!“ ist der Slogan der Werbung, die Shell nun zurückzieht.

HamburgNach scharfer Kritik aus Kirchenkreisen haben der Mineralölkonzern Shell und die Edeka-Tochter Spar ein Werbemotiv zurückgezogen und sich entschuldigt. „Kauf ein, wenn Mutti in die Kirche geht!“ heißt der Slogan auf einem Plakat, das eine alte Frau mit Buckel auf dem Weg zur Kirche zeigt. Damit sollte vor allem im Raum Bremen für Spar-Tankstellenshops bei Shell geworben werden.

Kirchliche Institutionen wie zum Beispiel das Bonifatiuswerk in Paderborn hatten die Kampagne scharf kritisiert. „Der Spot und das Plakat verunglimpfen und diskriminieren das vielfältige Engagement von Frauen in Kirche und Gesellschaft in unerträglicher Weise“, erklärte der Generalsekretär des Bonifatiuswerks Monsignore Georg Austen.

„Die Agentur wollte sich etwas Pfiffiges ausdenken, was auch gegen den Strich geht“, sagte ein Shell-Sprecher am Freitag in Hamburg. „Das ist leider zu weit gegangen.“ Die wenigen noch hängenden Plakate würden abgenommen, die Spots gestoppt. Es gibt 14 Tankstellen-Shops in Bremen und Umgebung, die unter der Marke Spar laufen. Sie werden aber von den Shell-Pächtern betrieben.

  • dpa
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6 Kommentare zu "nach Kirchenkritik: Shell und Spar ziehen Werbung nach Kirchenkritik zurück"

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  • "Hunderte Gläubige schrieben Protestmails."

    Vielleicht sollten die es auch mal mit Sport versuchen.

  • Nun ja, Aktionen wie dieses Erheben der Stimme tragen tragen dazu bei, dass das Christentum weiterhin als gesellschaftliche Randerscheinigung mit einem gewissen Hang zum Lächerlichen wahrgenommen wird. Ehrlich gesagt ist es nicht schade drum. Es gibt wichtigere Themen.

  • Nicht nur "obere Kirchenkreise" protestierten - Hunderte Gläubige aller Konfessionem schrieben Protestmails and die besagten Konzerene - Sie alle haben Mittlerweile eine Entschuldigung erhalten.

    Es ist gut, richtig und wichtig das endlich auch die Christen Ihre Stimme erhenbén wenn Ihr Glaube verunglimpft wird - egal ob Katholisch Evangelisch oder Freikirchlich.

    Christen sind in diesem land nach wie vor eine Größe mit der man rechnen muss und sollte.

  • Der Monsignore sollte es mal mit Sport versuchen. Das hilft bei chronischer Verstopfung. Und wenn der Monsignore sich dann endlich mal gründlich entleert hat, wird er anschließend sicherlich viele Dinge etwas entspannter sehen.

  • super geplante werbemaßnahme. wenig aufwand, große wirkung, da rückständig denkende kirche ein großen aufriss macht und darum das ganze überall bekannt wird.

  • Man kann sicher darüber streiten, ob diese Werbung handwerklich von hoher Qualität ist. Aber wenn der Herr Monsignore sich mal wieder fragt, warum heute niemand die Kirchen auch nur ansatzweise ernst nimmt, sollte er einmal darüber nachdenken, ob das nicht auch an ihrer fleischgewordenen Verkrampftheit liegt.

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