Nach mehr als zwei verlustreichen Jahren
Philips erwartet 2004 Gewinn in der Chip-Sparte

Europas drittgrößter Halbleiterherstellter Philips zeigt sich nach den schwarzen Zahlen im Schlussquartal 2003 wieder optimistisch. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn in seiner Chipsparte.

HB MÜNCHEN. „Wir erwarten, dass wir in jedem Quartal dieses Jahres profitabel sein werden“, sagte Scott McGregor, Chef des Chipbereichs, der „Financial Times Deutschland“ (FTD) in der Freitagausgabe. „Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass 2004 ein gutes Jahr wird. Wir spüren das Wachstum in unseren Auftragsbüchern.“

2004 solle der Umsatz in der Sparte analog zum Gesamtmarkt oder sogar etwas stärker zulegen, bekräftige McGregor frühere Aussagen. Zugleich verwies er auf Untersuchungen von Marktforschern, die im laufenden Jahr für die gesamte, äußerst zyklische Halbleiterbranche ein Wachstum von 15 bis 25 Prozent erwarten. Besondere Nachfrage verspüre Europas größter Anbieter von Consumer-Elektronik derzeit bei Spezialchips für DVD-Player, Digitalkameras oder Flachbildschirmen.

Vor dem Hintergrund der schlimmsten Krise in der Geschichte der Halbleiter-Industrie hatte die Philips-Chipsparte mehr als zwei Jahre lang Verluste eingefahren und eine harte Sanierung durchlaufen. Im Schlussquartal kehrte die Sparte mit einem operativen Gewinn von 166 Millionen Euro in die schwarzen Zahlen zurück. Im Gesamtjahr 2003 verbuchte der Konzern insgesamt einen Netto-Gewinn von 695 Millionen Euro.

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