Nach Rechtekauf
Premiere plant offenbar Preiserhöhung

Kaum steht Premiere vor der Übernahme der Übertragungsrechte für die Bundesliga von Konkurrent Arena, erwägt der Bezahlsender offenbar, an der Preisschraube zu drehen. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen pünktlich zum Start der Saison die Preise für Abonnenten erhöht werden.

HB FRANKFURT. Unter Berufung auf Branchenkreise berichtete die „Süddeutsche Zeitung“, Premiere wolle bereits zum Start der neuen Bundesliga-Saison im August die Preise für Abonnenten des Bundesliga-Pakets auf 19,90 Euro im Monat von bisher 14,90 Euro bei Arena erhöhen. Ein Premiere-Sprecher wollte der Zeitung zufolge zu diesen Informationen keinen Kommentar abgeben.

Bisher muss der Fußballfan bei Arena 14,90 Euro im Monat bezahlen, nur für Satelliten-Kunden kommt derzeit noch eine Gebühr von fünf Euro im Monat hinzu. Für alle anderen bedeutet dies bei Premiere eine Preiserhöhung von immerhin einem Drittel, berichtete die Zeitung.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatte bestätigt, dass Arena die Übertragungsrechte an Premiere weitergeben will. Die beiden Fernsehsender haben sich zu entsprechenden Informationen aus Branchenkreisen bisher nicht geäußert. Das Bundeskartellamt will bis zur kommenden Woche über die Pläne entscheiden.

Arena hatte Premiere Ende 2005 die Live-Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga in einem spektakulären Bietergefecht weggeschnappt. Nun will Arena die Rechte wieder als Sublizenz an den Münchner Konkurrenten weiterreichen.

Um die teuren Rechtekosten finanzieren – Arena zahlt geschätzt mehr als 220 Mill. Euro an die Deutschen Fußball-Liga (DFL) – hatte Premiere laut "Süddeutsche Zeitung" zunächst eine noch stärkere Preisanhebung geplant. Der Preis von 19,90 Euro sollte nur bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten zu gewährt werden. Bei einer Laufzeit von zwölf Monaten seien sogar 24,90 Euro im Gespräch gewesen. Davon habe der Pay-TV-Anbieter allerdings wieder Abstand genommen.

Premiere-Chef Georg Kofler würde bei grünem Licht durch das Kartellamt nachträglich doch als Sieger aus dem Poker hervorgehen. Der Verlust der Bundesliga-Rechte hatte Premiere in Turbulenzen gebracht, denn die Abonnentenzahlen waren eingebrochen.

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