Nach Spionagevorwürfen
SAP greift zur Notbremse

Der deutsche Software-Konzern SAP erwägt einen Verkauf seiner US-Skandaltochter Tomorrow Now, gegen die Erz-Rivale Oracle ein Verfahren wegen Diebstahls geistigen Eigentums angestrengt hat. Was es mit Sicherheit geben wird, ist ein Wechsel auf Führungsebene.

HB STUTTGART. SAP prüfe verschiedene Szenarien für die Ausrichtung des 2005 gekauften Dienstleisters, teilte der Walldorfer Konzern in der Nacht zum Dienstag mit. Dazu gehöre auch ein Verkauf. Damit hoffe SAP aus der Schusslinie zu kommen, sagte eine mit der Situation vertraute Person.

Zudem trennte sich die deutsche Mutter Tomorrow-Now-Gründer und -Chef Andrew Nelson und mehrere Mitglieder seines Management-Teams. Auf seine Stelle rückt Mark White nach, der im Juli nach Bekanntwerden der Vorwürfe in die Vorstandsetage des texanischen Unternehmens geholt worden war.

Ziel der Übernahme des verlustreichen Wartungsanbieters war es gewesen, Oracle Kunden abzuwerben. Tomorrow Now wartet im Auftrag von Unternehmen Software vor allem von Oracle und deren Töchtern Peoplesoft, Siebel und JD Edwards. Im Rahmen der Wartungsarbeiten war es zu ungewöhnlich umfangreichen Software-Downloads von Oracle -Rechnern gekommen.

Oracle wittert dahinter eine großangelegte Verschwörung und hat SAP wegen Diebstahls von geistigem Eigentum verklagt. Das Verfahren vor einem US-Gericht könnte nur dann im nächsten Jahr enden, wenn die Rivalen einen gerichtlichen Schlichtungsversuch akzeptieren. SAP möchte mit einer Schlichtung einen langwierigen Prozess vermeiden, Oracle hat sich zurückhaltend über die Aussichten einer Einigung geäußert.

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