Nach stabilem Quartalsergebnis
British Telecom erhöht die Gewinnprognose

Nach einem guten dritten Quartal will der britische Telekommunikationskonzern BT Group bereits 2012 ein operatives Jahresergebnis von sechs Milliarden Pfund einfahren. Das wäre ein Jahr früher als geplant.
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LondonDer britische Telekommunikationskonzern BT Group hat im wichtigen Schlussquartal von seinem rigorosen Sparkurs profitiert und bei Internetanschlüssen die Konkurrenz auf die Plätze verwiesen. Mit einem leichten Gewinnzuwachs im Rücken kündigte der ehemalige Monopolist am Freitag an, sein Ziel von sechs Milliarden Pfund (rund 7,2 Milliarden Euro) für das bereinigte operative Jahresergebnis bereits 2012 und damit ein Jahr früher als geplant zu erreichen. Auch der Geldtopf soll 2012 stärker gefüllt werden - was mehr Spielraum für den Ausbau der superschnellen Datenautobahnen eröffnet, mit denen BT auf Kundenfang geht. BT erwartet 2012 nun 2,4 Milliarden Pfund an frei verfügbaren Mitteln anstatt bislang 2,2 Milliarden Pfund.

„Wir haben ein weiteres Quartal mit Wachstum bei Gewinn und Cash Flow abgeliefert trotz des wirtschaftlichen Gegenwinds“, erklärte BT-Chef Ian Livingston. Großbritannien droht eine weitere Rezession. Die konservative Regierung will mit einem Sparprogramm das Haushaltsdefizit abbauen.

Trotz eines Umsatzrückgangs um fünf Prozent auf 4,77 Milliarden Pfund konnte BT in seinem dritten Geschäftsquartal das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um drei Prozent auf 1,5 Milliarden Pfund steigern. Dazu verhalfen dem Konzern neben Kostensenkungen auch geringere Abgaben. Bereinigt stiegen die frei verfügbaren Mittel um 65 Millionen Pfund auf 634 Millionen Pfund, das Ergebnis je Aktie um 13 Prozent auf 6,1 Pence.

Trotz großer Investitionen seien die Kosten weiter gesenkt worden, sagte Livingston. Die Anleger dankten es ihm. Die Aktie lag am Mittag mehr als drei Prozent im Plus. Analysten warnten davor, dass der Aufwärtstrend nun gestoppt sein könnte. Die Aktie habe in den vergangenen sechs Monaten mit mehr als 16 Prozent stark zugelegt. „BT ist unserer Meinung nach im Vergleich zu seinen Konkurrenten teuer“, sagte Liberum-Analyst Mark James.

BT, das 2008 und 2009 Gewinnwarnungen herausgeben musste, leidet wie andere Telekommunikationskonzerne unter einem schwächelnden Festnetzgeschäft. Dies soll mit Kostensenkungen und neuen Geschäftsfeldern ausgeglichen werden. Hoffnung setzen die Konzerne auf superschnelle Internetverbindungen, über die sie den Kunden auch Telefon, Fernsehen, andere Unterhaltungsangebote aber auch Anwendungen wie Videokonferenzen anbieten können. BT ist auf Firmenkunden spezialisiert. Im Schlussquartal gewann das Unternehmen 56 Prozent der neuen Breitbandkunden am Heimatmarkt für sich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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