Nach Trennung von Unterhaltungsparte
Aus EM-TV wird EM Sport Media

Nach der geplanten Trennung von der Unterhaltungssparte will EM-TV als reines Sportmedienunternehmen kräftig auf das Tempo drücken. Als EM Sport Media will das Unternehmen vor allem im Online-Bereich expandieren.

HB MÜNCHEN. Bis 2010 werde sich der Umsatz der künftigen EM Sport Media mindestens verdoppeln und damit auf weit über 400 Mill. Euro steigen, kündigte Sportvorstand Rainer Hüther am Mittwoch auf der Hauptversammlung in München an. Das Online-Geschäft biete die größten Wachstumschancen, weshalb EM-TV vor allem dort konkrete Übernahmeziele im Auge habe. Zukäufe stünden unmittelbar bevor. Vorstandschef Werner Klatten sagte, der Konzern habe mehr als 100 Mill. Euro flüssig und könne Zukäufe aus eigener Kraft stemmen.

Nach Hüthers Worten will EM-TV das Online-Portal Sport1 zur wichtigsten deutschen Sport-Adresse im Internet ausbauen. Das Geschäft mit Werbung und redaktionellen Inhalten soll weiter zulegen. Die Marke Sport1 könne auch auf Angebote im Ausland oder weitere Portale ausgeweitet werden.

Hüther sagte, der Sender DSF müsse profitabler werden. Der männerorientierte Sportkanal sei der ideale Ort für Werbung, die sich speziell an Männer richte. Zum Segment Sport, das zuletzt 87 Prozent des Konzernumsatzes von 253 Mill. Euro lieferte, zählt auch die Produktionsfirma Plazamedia.

Am Geschäftsfeld Unterhaltung hätten mehr als ein Dutzend Firmen und Finanzinvestoren aus dem In- und Ausland Interesse angemeldet, sagte Klatten. Der Verkauf soll in den nächsten zwölf Monaten abgeschlossen werden.

Der Konzernchef bekräftigte die Prognose für das Gesamtjahr 2007, wonach der Umsatz ohne die Entertainment-Sparte 215 Mill. Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwölf bis 14 Mill. Euro betragen soll. Mittelfristig wolle EM-TV das Ebit im Schnitt um 20 Prozent pro Jahr steigern.

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