Nach Trump-Attacke

Zuckerberg stärkt Muslimen den Rücken

Nach Donald Trumps Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime stellt sich Mark Zuckerberg auf die Seite der muslimischen Bürger. Er wolle ihre Rechte schützen – und bezieht sich auch auf seine Religion.
„Als ein Jude haben mir meine Eltern beigebracht, dass wir uns allen Angriffen auf alle Gemeinschaften entgegenstellen müssen“, schrieb Zuckerberg in seinem Kommentar. Quelle: dpa
Mark Zuckerberg

„Als ein Jude haben mir meine Eltern beigebracht, dass wir uns allen Angriffen auf alle Gemeinschaften entgegenstellen müssen“, schrieb Zuckerberg in seinem Kommentar.

(Foto: dpa)

San FranciscoFacebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich mit unterstützenden Worten an die Muslime in aller Welt gewandt. Angesichts der Terroranschläge von Paris und dem mutmaßlich ebenfalls von islamistischen Extremisten verübten Angriff im kalifornischen San Bernardino schrieb Zuckerberg am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite, er wolle Muslimen versichern, dass sie auf dem sozialen Netzwerk willkommen seien. „Wir werden dafür kämpfen, eure Rechte zu schützen und ein friedliches und sicheres Umfeld für euch zu schaffen“, schrieb er.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hatte mit seinem Vorschlag für ein vorübergehendes Einreiseverbot für Muslime in die USA für Empörung gesorgt. Andere Spitzenpolitiker hatten die provokativen Aussagen als diskriminierend und fremdenfeindlich verurteilt.

Zuckerberg bezog sich nicht explizit auf Trump. Stattdessen schrieb er: „Als ein Jude haben mir meine Eltern beigebracht, dass wir uns allen Angriffen auf alle Gemeinschaften entgegenstellen müssen.“

Diese Tech-Ikonen verschenken ihre Milliarden
Mark Zuckerberg
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Die Geburt seiner Tochter hat den Facebook-Gründer dazu inspiriert, 99 Prozent seiner Facebook-Aktien zu spenden. Der 31-Jährige und seine Ehefrau Priscilla Chan kündigten in einem langen Brief an ihre Tochter Max an, sie wollten das Vermögen von aktuell rund 45 Milliarden Dollar für die Lösung dringender Probleme auf der Welt ausgeben. Im Fokus der „Chan Zuckerberg Initiative“ sollen zunächst unter anderem Bildung und der Kampf gegen Krankheiten stehen, sowie das Ziel, „Menschen zu verbinden“. Zuckerberg hält gut 420 Millionen Aktien des weltgrößten Online-Netzwerks, sie machen fast sein gesamtes Vermögen aus. Doch er ist mit dieser Initiative nicht der Einzige in der Tech-Welt.

Sheryl Sandberg
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Die mächtigste Frau in Zuckerbergs Konzern ist ebenfalls dabei: Die Topmanagerin und ihr mittlerweile verstorbener Mann Dave Goldberg schlossen sich 2014 der Initiative „The Giving Pledge“ an. Die beiden verpflichteten sich, mindestens die Hälfte ihres Vermögens zu Lebzeiten oder nach ihrem Tode für wohltätige Zwecke zu spenden. Das US-Magazin „Forbes“ schätzt Sandbergs Vermögen auf rund 950 Millionen Dollar (690 Millionen Euro). Ihr Geld steckt vor allem in Facebook-Aktien.

Dustin Moskovitz
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Auch ihn machte Facebook reich: Moskovitz war einst der jüngste Self-Made-Milliardär der Geschichte. Der dritte Angestellte in der Geschichte von Facebook hat sich im Rahmen von „The Giving Pledge“ verpflichtet, mindestens die Hälfte seines Vermögens zu spenden. Gemeinsam mit seiner Frau Cari Tuna finanziert und leitet er die wohltätige Stiftung „Good Ventures“.

Bill Gates
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Er ist der Vorreiter in Sachen Wohltätigkeit. Der Microsoft-Gründer rief 2010 gemeinsam mit Warren Buffett „The Giving Pledge“ ins Leben. Bereits mehr als 180 superreiche Familien beteiligen sich daran. Mit der rund 29 Milliarden Dollar schweren „Bill & Melinda Gates Foundation“ kämpft er unter andrem gegen Kinderlähmung und Malaria.

Paul Allen
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Gates' früherer Geschäftspartner, mit dem zusammen er den Software-Riesen Microsoft gründete, beteiligt sich auch an „The Giving Pledge“. Der Großteil seines rund 17 Milliarden Dollar fassenden Vermögens soll in seine Familienstiftung und in wissenschaftliche Forschung fließen.

Tim Cook
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Auch der Apple-Chef will sein gesamtes Vermögen für wohltätige Zwecke spenden. Zuvor werde er allerdings noch die College-Ausbildung seines heute zehnjährigen Neffen finanzieren. Durch die Auszahlung von Optionen könnte es sich bei seiner Spende mit der Zeit um eine Summe im Milliarden-Bereich handeln.

Richard Branson
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Der Brite zählt ebenfalls zu den „Giving Pledge“-Unterzeichnern. Der Unternehmer ist für seine Firmengruppe „Virgin“ bekannt, die unter anderem auch in ausgefallene Projekte wie private Raumfahrt investiert. „Dinge bringen kein Glück. Familie, Freunde, Gesundheit und die Zufriedenheit, einen positiven Unterschied gemacht zu haben, ist das, was wirklich zählt“ schrieb er 2013.

  • ap
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