Nach Verhandlung mit Verdi: T-Mobile baut weniger Stellen ab

Nach Verhandlung mit Verdi
T-Mobile baut weniger Stellen ab

T-Mobile und die Gewerkschaft Verdi haben sich bei den Verhandlungen um den geplanten Personalabbau bei Deutschlands größtem Mobilfunknetzbetreiber auf einen Kompromiss verständigt. Danach fällt der Stellenabbau im Inland wohl geringer aus als ursprünglich angekündigt.

HB BONN. „Wir haben einen Kompromiss gefunden, mit dem beide Seiten leben können“, bestätigte ein T-Mobile-Sprecher am Montag den Abschluss der Verhandlungen mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die bis in die Morgenstunden gegangen seien. Zu Details wollte er sich nicht äußern und verwies auf eine für Dienstag geplante gemeinsame Pressemitteilung.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete in ihrer Dienstagausgabe unter Berufung auf Verhandlungskreise, es sollten bis Ende 2006 nur 550 Stellen in Deutschland wegfallen. Möglich geworden sei dies durch Zugeständnisse der Gewerkschaft und Arbeitnehmervertreter zur Flexibilisierung der Arbeitszeit, Pausenregelungen und den Abbau von Sonderleistungen. T-Mobile hatte ursprünglich angekündigt, von dem geplanten Einsparvolumen im Personalbereich könnten bis 2006 bis zu 2200 Mitarbeiter in den europäischen Gesellschaften betroffen sein, davon bis zu 1200 Mitarbeiter in Deutschland. Auf betriebsbedingte Kündigungen sollte verzichtet werden.

In Verhandlungskreisen hieß es am Montag, das „Worst-Case-Szenario“ sei nicht eingetroffen. Mit dem nun gefundenen Kompromiss liege der geplante Stellenabbau deutlich unter den 1200 in Deutschland. Was die Forderung nach mehr Flexibilität angehe, habe die Gewerkschaft die erwarteten Zugeständnisse gemacht.

Durch Personalabbau, die Auslagerung bestimmter Aktivitäten und Kürzungen bei der Modellpalette sowie Subventionen will die Telekom-Tochter ab 2006 pro Jahr eine Milliarde Euro einsparen. T-Mobile hatte das Programm „Save for Growth“ im November angekündigt, nachdem die Profitabilität im Kerngeschäft Deutschland im vergangenen Jahr gelitten hatte.

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