Nach Veröffentlichung der Geschäfszahlen
Schwacher Ausblick: Ebay-Aktie gibt nach

Das Internet-Auktionshaus Ebay konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal dank gestiegener Kundenzahl um 22 Prozent steigern und hat damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktie verlor nach Veröffentlichung der Geschäftszahlen trotzdem deutlich – Grund ist der Ausblick des Unternehmens.

HB SAN FRANCISCO. Das Internet-Auktionshaus Ebay hat die Anleger mit einem schwachen Ausblick für das dritte Quartal enttäuscht und seinen Aktienkurs auf Talfahrt geschickt. Für das Gesamtjahr bekräftigte der US-Konzern am Mittwoch nachbörslich seine Prognose. Damit blieb der Konzern angesichts der Konjunkturschwäche in den USA und der Gefahr von Wettbewerbern für sein Online-Auktionsgeschäft vorsichtig. In Anbetracht des enttäuschenden Ausblicks konnte auch ein stärker als erwartet ausgefallener Gewinnanstieg von 22 Prozent im abgelaufenen Quartal die Anleger nicht überzeugen: Ebay-Papiere gaben nachbörslich um sieben Prozent nach.

Für das dritte Quartal erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 2,10 und 2,15 Mrd. Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie in Höhe von 39 bis 41 Cent. Analysten hatten bei beiden Kennzahlen mehr erwartet. Für das Gesamtjahr rechnet das in Kalifornien ansässige Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 8,8 und 9,05 Miliarden Dollar, während im April eine Spanne von 8,7 bis 9,0 Mrd. Dollar angegeben worden war. Einige Analysten hatten sich auch hier mehr erhofft.

Ebay-Chef John Donahoe zeigte sich dennoch optimistisch. „Wir haben einige mutige Schritte beim Ebay-Marktplatz gemacht, um das langfristige Wachstum anzukurbeln“, sagte Donahoe, der erst in diesem Jahr auf den Ebay-Chefsessel wechselte. Er hob zudem hervor, dass der Umsatz beim Zahlungssystem PayPal dank einer Wachstumsrate von 33 Prozent auf 602 Mill. Dollar gestiegen sei. Der Internet-Telefondienst Skype gewann 29 Mill. neue Nutzer und verzeichnete einen Umsatzanstieg von 51 Prozent.

Im abgelaufenen Quartal kletterte der Nettogewinn auf 460 Mill. Dollar oder 35 Cent je Aktie. Der Umsatz legte um 20 Prozent auf 2,2 Mrd. Dollar zu und lag damit ebenfalls leicht über den Erwartungen der Analysten. Ohne Sonderposten verbuchte Ebay einen Gewinn 43 Cent pro Aktie. Von Reuters befragte Analysten hatten hier im Schnitt mit zwei Cent weniger gerechnet.

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