Nach vier Jahren Krise kehrt trotz harten Wettbewerbs der Optimismus zurück - Konsolidierung der Branche steht bevor
IT-Services in Deutschland wachsen

Nach vier Krisenjahren blicken die großen Anbieter von IT-Services in Deutschland wieder optimistischer in die Zukunft und rechnen im Gesamtjahr 2005 mit einem moderaten Wachstumsschub. Das ergab eine Handelsblatt-Umfrage unter führenden Anbietern wie IBM, T-Systems, Siemens Business Services (SBS), Hewlett-Packard, EDS und CSC Ploenzke.

FRANKFURT/M. „Der deutsche Markt für IT-Dienstleistungen zeigt 2005 eine positive Entwicklung“, sagt Kamyar Niroumand, Leiter der Enterprise Services bei T-Systems. Licht am Horizont sieht auch die unter Druck stehenden Siemens-Tochter SBS: „Wir gehen in Deutschland für 2005 erstmals seit drei Jahren wieder von wachsenden Umsätzen im Markt für IT-Services aus“, äußerte sich SBS-Vorstandschef Adrian von Hammerstein.

Der Branchenverband Bitkom rechnet 2005 für Deutschland mit einem Anstieg der Ausgaben für IT-Services auf 27,9 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von immerhin 4,4 Prozent zum Vorjahr. Die Unternehmensberatung PAC rechnet sogar mit einem Anstieg um sechs Prozent.

Neben einem weiteren Anstieg beim Outsourcing soll das Wachstum erstmals wieder aus einer steigenden Anzahl von IT-Projekten in Firmen erwachsen: „Viele Unternehmen stehen vor einem Umbau ihrer Struktur“, sagt Rudolf Bauer, Leiter der deutschen IBM Global Services. Nachdem in den vergangen Jahren Kostensenkungen alle anderen Themen verdrängt hatten, denken die Unternehmen nun wieder über Wachstumsstrategien mit Hilfe von IT nach.

Vor allen Dingen Banken und die Telekommunikationsbranche hatten nach dem Jahr 2000 den Investitionshahn am radikalsten zugedreht. „Und genau diese Branchen beginnen nun wieder zu investieren“, beobachtet PAC-Experte Jean Christian Jung.

Dadurch steigt allmählich auch die Auslastung der IT-Berater. Accenture will „in diesem Jahr im deutschsprachigen Raum 1 300 neue Berater einstellen“, wie eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte.

Die bessere Auslastung der Berater liegt allerdings nur zu einem Teil an der besseren Auftragslage. Die IT-Berater haben den letzten Jahren auch massiv Mitarbeiter entlassen, Stellen verlagert, oder so gut es ging Arbeit umgeschichtet. Auf Grund der schwächelnden Nachfrage aus dem Inland setzt beispielsweise CSC-Ploenzke seine deutschen SAP-Berater zunehmend in Projekten für anderen Länder ein.

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