Nachfolger der Web.de AG: Combots darf eigene Aktien teurer zurückkaufen

Nachfolger der Web.de AG
Combots darf eigene Aktien teurer zurückkaufen

Der aus dem Internet-Portalanbieter Web.de hervorgegangene Dienstleister Combots hat das bisherige Preislimit für den Rückkauf eigener Aktien aufgehoben.

HB STUTTGART. Combots teilte am Mittwoch in Karlsruhe mit, das festgesetzte absolute Kaufpreis-Limit von 11,10 Euro je Combots-Aktie für Rückkäufe sei mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Auf Grund der gestiegenen liquiden Mittel halte der Vorstand den Erwerb eigener Aktien auch über diese Grenze hinaus für „sehr attraktiv“.

Der Kurs der im TecDax gelisteten Combots-Aktien ist seit Jahresbeginn bei hohem Volumen kräftig gestiegen. Am Mittwoch verteuerten sich die Papiere des verlustreichen Unternehmens um 1,4 Prozent auf elf Euro, zu Jahresende 2005 waren die Aktien noch bei 9,60 Euro notiert worden.

Combots entwickelt derzeit eine neue Version einer Internet-Kommunikationssoftware, die bis Mitte des Jahres auf den Markt kommen soll und Combots bisher mangels Umsätzen hohe Verluste beschert. Die Vorgängergesellschaft Web.de AG hatte ihr profitables Internetportal an den Konkurrenten United Internet verkauft und sich in Combots umbenannt. Im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs hatte Combots den Aktionären zugesichert, mit den liquiden Mitteln aus dem Verkauf des Kerngeschäfts 1,63 Mill. eigene Aktien mit Preislimit von maximal 11,10 Euro bis zum 5. Januar 2007 zu kaufen. Aus einem früheren Rückkaufprogramm hält Combots bereits 2,17 Mill. eigene Aktien.

Wird das Programm vollständig umgesetzt, hätte das Unternehmen knapp 10 Prozent des Grundkapitals im eigenen Bestand. Die nun vom Vorstand aufgehobene Preisobergrenze entsprach bei Ankündigung des Rückkaufs am 23. November dem Nettovermögenswert von Combots je Aktie, der sich aus Barmitteln und dem Wert erhaltener United-Internet-Aktien zusammensetzt.

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