Nachgefragt: Kofler: Konkurrenz hat keine Chance

Nachgefragt
Kofler: Konkurrenz hat keine Chance

Premiere-Chef Georg Kofler über die Zukunfts des Unternehmens.

Herr Kofler, Premiere steht kurz vor dem Börsengang, schreibt unterm Strich aber noch tiefrote Zahlen. Die Aktie kauft Ihnen doch kein Mensch ab.

Da täuschen Sie sich aber. Die Investoren schauen auf die operative Performance eines Unternehmens, und die sieht bei Premiere hervorragend aus. Außerdem ist jetzt schon klar, dass sich der Zinsaufwand von Premiere durch den Wegfall von Darlehen ab 2005 erheblich reduziert. Zusätzlich werden wir über die Kapitalerhöhung zum Zeitpunkt des Börsengangs Schulden und Zinsen abbauen.

Wie können Sie sich des Erfolgs so sicher sein, da Premiere jetzt erstmals in seinem Kerngeschäft Konkurrenz bekommt?

Sehen Sie, Premiere hat jetzt mit 3,25 Millionen Abonnenten die kritische Masse für profitables Wachstum erreicht. Zusätzliches Umsatzwachstum fließt zu einem erheblichen Teil direkt in den Gewinn ein. Damit ein Wettbewerber nur den Hauch einer Chance hat, braucht er deutlich über eine Million Abonnenten.

Wird Kabel Deutschland mit zehn Millionen Kabelkunden nicht zur Konkurrenz?

Damit haben wir kein Problem. Premiere verfügt über attraktive Rechte für Sport, Filme und Themenkanäle, deren Exklusivität durch mehrjährige Verträge abgesichert ist. KDG müsste Riesensummen riskieren, um hier einen signifikanten Einstieg zu finden.

Sie haben aber auch die Bürde, Millionen Abonnenten mit technisch nicht ausgereiften Dekodern vergrault zu haben.

Vergessen Sie das Premiere der Vergangenheit. Die neuen Empfangsgeräte sind unvergleichlich komfortabler und günstiger. Und wir versuchen, mit attraktivem Programm und gutem Marketing früher enttäuschte Abonnenten zurückzuholen.

Belastet Sie das schlechte Image des undurchsichtigen Kirch-Konzerns noch, zu dem Premiere gehörte?

Die Verbindungen zur ehemaligen Kirch-Gruppe sind vollständig gekappt. Das neue Premiere steht für Transparenz.

Immer wieder heißt es, Sie würden Premiere nur an die Börse bringen, um Ihre alten Kirch-Kredite zurückzuzahlen.

Das ist Unsinn. Premiere wird von allen Aktionären und dem Vorstand in gemeinschaftlichem Interesse an die Börse gebracht.

Das Gespräch führte Joachim Hofer.

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