Nachrichten über hohe Lagerbestände bei Intel belasten Tech-Aktien
ASML schreibt wieder Gewinne

Der niederländische Technologiekonzern ASML, einer der weltweit führenden Ausrüster für die Chiphersteller, hat im zweiten Quartal 2004 wieder Gewinne geschrieben und die Markterwartungen deutlich übertroffen.

HB AMSTERDAM. Von den guten Ergebnissen konnte die ASML-Aktie am Mittwoch aber nicht profitieren, da der führende Chiphersteller Intel Corp zuvor vor steigenden Lagerbeständen gewarnt hatte. Am Mittag lag die ASML-Aktie mit gut 2 Prozent im Minus bei rund 12,70 Euro.

Bei der Vorlage des Quartalsberichts äußerte sich ASML-Chef Doug Dunn optimistisch, dass die Nachfrage der Chiphersteller weiter zunehmen werde. So habe der Auftragsbestand per Ende Juni mit 1,8 Milliarden Euro über den Erwartungen gelegen. Dunn erklärte: „Ich sehe überhaupt keinen Hinweis darauf, dass sich diese Erholung abschwächt.“ Alles deute darauf hin, dass sich die Erholung des Marktes weit in das Jahr 2005 fortsetzen werde.

Bei Umsätzen von 616 Millionen Euro wies ASML einen Reingewinn von 65 Millionen Euro aus. Eine Umfrage unter 19 Analysten hatte eine Gewinnerwartung von lediglich 49,4 Millionen Euro ergeben. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte ASML noch einen Verlust über 63,5 Millionen Euro ausgewiesen.

Ein Marktteilnehmer in London erklärte, die ASML-Zahlen sähen sehr stark aus. Auch der Ausblick klinge recht positiv. Die Bekanntgabe steigender Lagerbestände durch den weltweit führenden Chip-Hersteller Intel belastete in Europa aber nicht nur die ASML-Aktie sondern auch weitere Titel wie Infineon, die rund 3,5 Prozent verloren. Hier belastete nach Analystenangaben die Furcht, der Halbleitermarkt könne bald Überhitzungserscheinungen zeigen, zumal neue Chip-Fabriken auf den Markt drängten.

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