Nachrichtenanbieter
Gewinn von Thomson Reuters sinkt

Der Nachrichtendienstleister muss vier Prozent aller Stellen abbauen. Zusammen mit Steuerlasten über 235 Millionen Dollar sorgten die Abfindungen an die Mitarbeiter im ersten Quartal für weniger Gewinn.
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New YorkHohe Abfindungszahlungen und Steuerlasten bremsen den Nachrichten- und Informationsanbieter Thomson Reuters . Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn fiel im ersten Quartal 2013 um sieben Prozent auf 462 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich unterdessen im fortgeführten Geschäft um zwei Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar. Das geht vor allem auf die Legal-Sparte zurück, die Informationen für Juristen bereitstellt. Im von der Finanzkrise getroffenen Bereich "Financial & Risk" gab es dagegen erneut Rückgänge.

Thomson Reuters baut 2500 Jobs oder vier Prozent aller Stellen ab. Dafür wurden Abfindungen in Höhe von 78 Millionen Dollar fällig. Zudem wurde eine Steuerbuchung im Volumen von 235 Millionen Dollar vorgenommen. Der Konzern, der 2008 aus der Fusion der britischen Nachrichtenagentur Reuters und des kanadischen Informationsanbieters Thomson entstanden ist, leidet darüber hinaus seit längerem unter der Krise der Finanzbranche.

Geldhäuser und Fonds sind bei Thomson Reuters als auch beim Erzrivalen Bloomberg besonders wichtige Kunden. Weil die Finanzinstitute selbst abspecken müssen, werden auch immer weniger Terminals benötigt. Thomson Reuters bietet über diese Produkte Händlern, Analysten und Fondsmanagern Finanzinformationen an, die für den Kauf von Wertpapieren genutzt werden.

Bis zum Ende des ersten Quartals stieg die Zahl der Eikon-Installationen, des neuen Informationssystems von Thomson Reuters, auf knapp 47.000 - ein Zuwachs von 38 Prozent gegenüber dem Jahresende 2012. Zwischen dem dritten und vierten Quartal 2012 hatte es lediglich ein Plus von 33 Prozent gegeben. Mit Eikon ersetzt Thomson Reuters die bisher gängigen Terminals.

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr ließ Konzernchef James Smith unverändert: Demnach soll der Umsatz 2013 um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz zulegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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