Nachrichtenportale
Führungswechsel bei „Spiegel Online“ und „SZ.de“

Das Nachrichtenportal „Spiegel Online“ wird künftig von Barbara Hans geführt. Der bisherige Chef Florian Harms wurde von seinem Amt abberufen. Auch bei „SZ.de“ gibt es Veränderungen an der Spitze.
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HamburgDer seit Januar 2015 amtierende „Spiegel Online“-Chefredakteur Florian Harms (43) muss gehen. Er sei von seinem Amt abberufen worden und werde das Unternehmen verlassen, teilte der Spiegel-Verlag am Dienstag in Hamburg mit. Gründe für die Abberufung wurden nicht mitgeteilt. Die Redaktion werde zukünftig von Barbara Hans (35) geführt, bisher stellvertretende Chefredakteurin.

Sie sei eine exzellente Journalistin und werde das publizistische Profil von „Spiegel Online“ weiter schärfen sowie das Angebot ausbauen, teilte der Geschäftsführer von „Spiegel Online“, Jesper Doub, mit. Er dankte Florian Harms „für sein überaus großes Engagement“. Harms habe das journalistische Angebot des Portals zu einer starken Position ausgebaut.

Der Islam- und Politikwissenschaftler war seit 2004 für das Nachrichtenportal in verschiedenen Funktionen tätig. Harms twitterte am Dienstag: „Danke an die fantastische Redaktion von @SPIEGELONLINE & @bento_de! Ihr seid großartig & werdet es immer bleiben. Vermisse euch schon jetzt“.

Auch bei „SZ.de“ gibt es derweil Veränderungen an der Spitze. Das Internetportal der „Süddeutschen Zeitung“ bekommt eine Doppelspitze: Die stellvertretende Chefredakteurin von „SZ.de“, Julia Bönisch (36), wird zum Beginn des neuen Jahres befördert. Sie werde die Website auf Augenhöhe mit Chefredakteur Stefan Plöchinger verantworten, wie die Südwestdeutsche Medienholding am Dienstag in München bekanntgab.

Der 40-Jährige werde sich noch mehr als bisher vor allem strategischen Themen der Marke widmen. Bönisch solle insbesondere die Geschäfte der Nachrichtenseite führen und die Weiterentwicklung mitverantworten. Bönisch arbeitet seit 2007 bei „SZ.de“. Mit ihrer Berufung zur Chefredakteurin wird die Position der Chefin vom Dienst, die sie bislang ebenfalls innehatte, nicht mehr besetzt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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