Nachrichtensender
ARD und ZDF wollen bei Euronews einsteigen

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF erwägen den Einstieg bei Euronews. Eine Beteiligung an dem paneuropäischen Nachrichtenkanal wäre billiger als der Aufbau eines eigenen Senders. Im Weg steht allerdings noch der Rundfunkstaatsvertrag.

HB HAMBURG/MAINZ. Dies bestätigte am Samstag ein Sprecher des ZDF. Derzeit reise Euronews-Präsident Philippe Cayla zu Sondierungsgesprächen durch Deutschland, um Intendanten und Ministerpräsidenten für eine 20-prozentige Beteiligung an dem im französischen Lyon ansässigen Sender zu gewinnen. Insbesondere das ZDF stehe einem solchen Schritt positiv gegenüber.

Eine Beteiligung käme ARD und ZDF mit zwei Milliarden Euro Zuschuss im Jahr vergleichsweise billiger als der Aufbau eines eigenen Nachrichtenkanals. Euronews ist europaweit nach eigenen Angaben in rund 160 Millionen Haushalten zu empfangen und wird von 19 europäischen öffentlich-rechtlichen Sendern getragen, darunter die spanische TVE, die italienische Rai und die französische France Television. Nur die deutschen öffentlichrechtlichen Anstalten schlossen sich dem Konsortium bei der Gründung des Senders 1993 nicht an - auch, weil nicht München, sondern Lyon zum Sitz von Euronews wurde.

Vor einem Einstieg müsste allerdings der Rundfunkstaatsvertrag geändert werden. „Was wir bisher gehört haben, ist die Politik da aber eher verhalten“, sagte der ZDF-Sprecher. Mit Euronews habe das ZDF bisher gute Erfahrungen gemacht. Bis Ende des Jahres sei der Sender noch im digitalen Angebot des ZDF enthalten. Danach müssten die „Gästekanäle“ aber verschwinden. Auch deshalb suchten diese Sender jetzt nach neuen Partnern.

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