Namensstreit um iPad: Apple siegt gegen chinesische Firma

Namensstreit um iPad
Apple siegt gegen chinesische Firma

Apple kann den Verkauf des iPads in China vorerst fortsetzen. Ein Gericht wies die Klage des chinesischen Unternehmens Proview zurück, das die Namensrechte beansprucht. Nun klagt Proview auch in den USA.
  • 1

Shanghai/New YorkIm Streit um die Namensrechte für das iPad in China hat Apple zumindest einen Etappensieg errungen. Ein Gericht in Shanghai verwarf die Klage des chinesischen Unternehmens Proview Shenzhen, den Verkauf des beliebten Tablet-Computers in China zu stoppen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag berichtete, urteilte das Gericht, dass der Verkauf weitergehen könne, weil der Namensstreit noch nicht entschieden sei.

Der Richter verwies auf ein anhängiges Verfahren beim Oberen Volksgericht in der Südprovinz Guangdong, das am 29. Februar in zweiter Instanz entscheiden will, ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt. Solange dieses Urteil nicht vorliege, könne nicht festgestellt werden, ob die Rechte von Proview Shenzhen verletzt worden seien, hieß es laut Xinhua.

Das Unternehmen aus der südchinesischen Metropole Shenzhen sieht sich als rechtmäßiger Eigentümer der Namensrechte in China, obwohl ein Schwesterunternehmen in Taiwan die weltweiten Rechte einst an Apple verkauft hatte. Proview Shenzhen verweist darauf, dass die Namensrechte für China unter seinem Namen registriert seien. Proview Taiwan habe die chinesischen Rechte nicht verkaufen können.

Das Unternehmen wartet auf ein finanzielles Angebot von dem Konzern aus dem kalifornischen Cupertino, um die Sache zu regeln. Es war von zehn Millionen US-Dollar die Rede, während in unbestätigten chinesischen Presseberichten auch deutlich höhere Zahlen genannt wurden. Mit einer Serie von Gerichtsverfahren erhöht Proview Shenzhen den Druck, um Apple zum Einlenken zu bewegen.

Der erste Schritt ist bereits getan. Wie das „Wall Street Journal“ (Freitagsausgabe) berichtet, reichte Proview nun auch eine Klage beim Obersten Gericht Kaliforniens gegen Apple ein. In der Klageschrift werfen die Chinesen Apple Betrug beim Kauf der iPad-Namensrechte für mehrere Länder von einer Tochterfirma vor. Die Klage wurde demnach bereits Freitag vor einer Woche eingereicht.

Seite 1:

Apple siegt gegen chinesische Firma

Seite 2:

Apple droht im Notfall mit Verleumdungsklage

Kommentare zu " Namensstreit um iPad: Apple siegt gegen chinesische Firma"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Das jüngste Gerücht aus der NY-Gerüchteküche lautet:

    Apple beteiligt (take-over ?) sich an Face Book, vor dem IPO.

    Der Stock verlor daraufhin ca. 5 $ binnen Minuten. Das Dementi kam sofort .....

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%