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14.11.2006 

Aufstieg und Fall des Kai-Uwe Ricke

Erfolge
Kai-Uwe Ricke ist schon der zweite Ricke auf dem Telekom-Chefsessel: Von 1989 bis 1994 hatte sein Vater Helmut (Foto links) das höchste Amt bei Deutschlands Telekommunikationsbehörde inne. 2002 wechselte der Junior auf den Chefsessel des Bonner Konzerns. Zuvor war er Chef der Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile, lange die Nummer zwei auf dem deutschen Mobilfunkmarkt hinter Vodafone. Unter Rickes Führung zieht T-Mobile an Vodafone vorbei. Das Telekom-Mobilfunkgeschäft wird zudem profitabler. Ron Sommer ist damals Telekom-Chef, Ricke und René Obermann ziehen die Strippen im Mobilfunk (Foto Mitte). Als Telekom-Chef ist Ricke vor allem beim Abbau der hohen Schulden erfolgreich, die 2002 bei mehr als 60 Milliarden Euro liegen. Zunächst reduziert er die Verbindlichkeiten um eine Milliarde Euro pro Monat. Ende September 2006 liegen die Schulden bei 38 Milliarden Euro.

Niederlagen
Die Sanierung läuft 2003 noch auf vollen Touren, da wird aber bereits deutlich: Ricke drückt sich vor den wirklich schmerzlichen Entscheidungen. Er kann sich beispielsweise nicht durchringen, den IT-Dienstleister zu verkaufen oder zu verkleinern oder in dem Bereich zu expandieren. Die Sparte ist zum Sterben zu groß, zum Leben zu klein. Das gilt bis heute. Ein weiteres Beispiel: Die Cash-Cow des Konzerns, das Festnetz, verliert Kunden und Umsatz. Ricke gelingt es nicht, den Trend umzudrehen. Eine weitere Niederlage erlebt er bei Einführung der LKW-Maut. Das Betreiberkonsortium, dem die Telekom angehört, bekommt seine Probleme nicht in den Griff. Ricke (Foto links) stolpert weiter von Problem zu Problem – bis zu seinem Abgang am Sonntag.

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