´Nettogewinn steigt auf zwei Milliarden Dollar
Intel trotzt der Finanzkrise

Gestern nach dem Börsenschluss in den USA hat Intel seine mit Spannung erwarteten Quartalszahlen vorgelegt. Und die fielen überraschend gut aus: Der weltgrößte Chiphersteller hat der globalen Finanzkrise getrotzt und seinen Quartalsgewinn überraschend kräftig gesteigert. Das könnte der gesamten Branche einen Schub geben.

HB DÜSSELDORF. Das Nettoergebnis legte im dritten Jahresviertel um zwölf Prozent auf zwei Mrd. Dollar zu. Die Aussichten für das Geschäft im vierten Quartal bezeichnete das Unternehmen, das als Stimmungsbarometer für die Technologiebranche gilt, allerdings als unsicher. „Es ist schwer zu sagen, wie sich die Finanzkrise auf die Nachfrage der Verbraucher auswirken wird“, erklärte Intel-Chef Paul Otellini.

Er sei aber zuversichtlich, dass sich das Unternehmen gegen seine Konkurrenten behaupten werde. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um ein Prozent auf 10,2 Mrd. Dollar. Für das vierte Quartal rechnet Intel nun mit Erlösen von 10,1 bis 10,9 Mrd. Dollar. Der Mittelwert von 10,5 Mrd. Dollar liegt zwar knapp unter den Markterwartungen. Dennoch fiel der Ausblick besser aus, als viele Experten befürchtet hatten.

Die Intel-Aktie legte nachbörslich rund fünf Prozent zu. Zuvor hatte das Papier den Handel an der Nasdaq wegen der Furcht vor schlechten Quartalszahlen mit einem Abschlag von 6,2 Prozent beendet. „Angesichts dessen, was in der Wirtschaft und am Markt passiert, ist es schön zu sehen, dass ein Unternehmen daherkommt und die Erwartungen übertrifft“, sagte Branchenexperte Jason Pride von Haverford Trust Co. Allerdings könne man im vierten Quartal und im kommenden Jahr besser beurteilen, inwieweit die Finanzkrise auf die Technologiebranche übergreift.

Wegen der unsicheren Aussichten konnten die Intel-Zahlen anderen US-Techwerten nur begrenzt Auftrieb geben. Allerdings konnten auch die Papiere des Rivalen AMD um 5,4 Prozent zulegen.

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