Nettogewinn um 28 Prozent gesteigert
Oracle enttäuscht trotz Gewinnsprungs

Der US-Softwarekonzern und SAP-Konkurrent Oracle hat im abgelaufenen ersten Geschäftsquartal unter anderen dank Kostensenkungen wie erwartet einen Gewinnsprung von knapp 30 Prozent erzielt.

HB NEW YORK. Die erhoffte Erholung bei den viel beachteten Umsätzen mit neuen Softwarelizenzen blieb aber aus, hier ergab sich ein Rückgang. Oracle-Aktien reagierten vorbörslich mit deutlichen Kursverlusten auf den Quartalsbericht und zogen auch SAP-Titel tief ins Minus.

Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, verbesserte sich der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf 440 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie belief sich auf acht Cent und entsprach damit genau der durchschnittlichen Prognose von Reuters befragter Analysten.

Die Erlöse aus dem Verkauf neuer Softwarelizenzen, die als maßgeblicher Indikator für die Geschäftsentwicklung gelten, gingen um sieben Prozent auf 525 Millionen Dollar zurück. Der Konzernumsatz dagegen legte im Berichtszeitraum (zum 31. August) um zwei Prozent zu auf 2,07 Milliarden Dollar. Oracle sagte jedoch eine Verbesserung des Gesamtumsatzes und der Erlöse mit neuen Softwarelizenzen im laufenden zweiten Geschäftsquartal voraus.



SAP-Aktien rutschen ins Minus

Oracle-Aktien verloren im vorbörslichen Geschäft 5,6 Prozent auf 12,25 Dollar. Der SAP-Kurs rutschte nach den Oracle-Daten über zwei Prozent ins Minus auf 114,56 Euro. „Offenbar sind die rückläufigen Lizenzumsätze bei Oracle für die Kursverluste bei SAP verantwortlich“, sagte Thomas Hofmann, Analyst bei der Landsbank Rheinland-Pfalz.

Der Oracle-Konzern, der auf dem Markt für betriebswirtschaftliche Software zweitgrößter Anbieter hinter der deutschen SAP ist, hat für den Konkurrenten Peoplesoft ein feindliches Übernahmeangebot über 7,3 Milliarden Dollar vorgelegt, das von den Wettbewerbshütern in den USA und Europa geprüft wird. Die Peoplesoft-Führung hatte das Oracle-Angebot wiederholt zurückgewiesen und sich unter anderem mit Werbekampagnen vehement gegen die feindliche Übernahme gewehrt.

Peoplesoft will seinerseits den kleineren Software-Hersteller J.D.Edwards übernehmen und hat dafür bereits nach eigenen Angaben die Zustimmung der US-Kartellbehörden erhalten. Ein Zusammenschluss von Peoplesoft und J.D.Edwards würde Oracle den zweiten Platz hinter SAP streitig machen.

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