Netzbetreiber
Kabel Deutschland steigert Umsatz und Gewinn

Der deutsche Kabel-Marktführer steht vor der Übernahme durch Vodafone. Zum Auftakt seines Geschäftsjahres legt Kabel Deutschland bei Umsatz und Gewinn noch einmal zu, bleibt aber hinter den Erwartungen der Analysten.
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FrankfurtVor der Übernahme durch Vodafone gibt Kabel Deutschland nochmal richtig Gas. Der Betriebsgewinn (bereinigtes Ebitda) legte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 um vier Prozent auf 217 Millionen Euro zu, wie der deutsche Kabel-Marktführer am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz zog binnen Jahresfrist um fünf Prozent auf 464 Millionen Euro an.

Getrieben ist das Wachstum vor allem durch Kunden, die über ihren Kabelanschluss ins Internet gehen: Ihre Zahl stieg in den vergangenen drei Monaten um 71.000 auf gut zwei Millionen. Jedoch verfehlte Kabel Deutschland die Markterwartungen. Von Reuters befragte Analysten hatten für den Drei-Monats-Zeitraum im Schnitt bei 472 Millionen Euro Umsatz mit 226 Millionen Euro Ebitda gerechnet.

Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte das Münchner Unternehmen seine Prognose. Der Umsatz soll im Geschäftsjahr 2013/14, das bis Ende März läuft, um acht Prozent wachsen, die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll auf 48 von 47,1 Prozent im Vorjahr steigen. Vodafone hat für Kabel Deutschland ein - inklusive Schulden - knapp elf Milliarden Euro schweres Kaufangebot auf den Tisch gelegt. Die Aktionäre haben nun bis zum 11. September Zeit, ihre Anteilsscheine zu verkaufen. Parallel dazu solle die Fusion noch diesen Monat bei der EU zur Kartellprüfung angemeldet werden, sagte Finanzchef Andreas Siemen.

Falls die Wettbewerbshüter den Zusammenschluss erlauben, solle der Deal im Frühjahr 2014 in trockenen Tüchern sein, führte er aus. Damit entsteht ein Anbieter, der der Deutschen Telekom erstmals in ihrer Geschichte sowohl im Festnetz wie auch im Mobilfunk Konkurrenz macht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Da ist es also raus.

    Das Festnetz soll von München aus betreut werden.
    Damit dürfte Eschborn als Reststandort auch zügig abgewickelt sein! Arbeitsplätze in München für die Eschborner anbieten. So könnte man da den Rest noch loswerden.

    Den gesamten Netzbetrieb selbstverständlich aber aus Rumänien machen. Das sichert Qualität und gute Connect-Test-Ergebnisse.

    Das dauert diesmal keine 4 Jahre mehr bis VF aus 14.500 MA weniger als 10.000 gemacht haben wird!

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