Netzwerkausrüster: Gewinn von Alcatel Lucent bricht ein

Netzwerkausrüster
Gewinn von Alcatel Lucent bricht ein

Der Gewinn des französischen Netzwerkausrüsters Alcatel Lucent ist um 20 Prozent eingebrochen. Schuld daran ist hauptsächlich die Investitionszurückhaltung im US-Telekomsektor.
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ParisDer Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent zeigt sich trotz schwindender Einnahmen ungebrochen zuversichtlich. Das Ziel für 2012 bleibe eine Margensteigerung und eine positive Kapitalflussbilanz, beteuerte Vorstandschef Ben Verwaayen am Donnerstag. Zuletzt hatte das französisch-amerikanische Unternehmen mit der Investitionsscheu der Telekommunikationsfirmen vor allem in den USA zu kämpfen. Der Umsatz knickte im Schlussquartal 2011 binnen Jahresfrist um 13 Prozent auf 4,15 Milliarden Euro ein. Das operative Ergebnis schrumpfte um ein Fünftel auf 316 Millionen Euro.

Allerdings schaffte das Unternehmen erstmals seit dem Zusammenschluss 2006 einen Nettogewinn. Analysten zufolge herrschte auch Erleichterung über die Finanzsituation der Pariser, die zum Jahresende lediglich mit 40 Millionen Euro verschuldet waren. Zuletzt hatte die Sorge überwogen, Verwaayen könnte mit seinem Drei-Jahres-Plan für Alcatel scheitern, nachdem er das Margenziel auf vier von zuvor fünf Prozent senken musste.

„Unser Ziel war es, bis Ende 2011 eine normale Firma zu werden. Wir haben bis jetzt nicht alles erreicht, das muss ich einräumen“, sagte der Manager. „Aber wir machen weiter. Und wir sind zuversichtlich, dass mehr Fortschritte und Verbesserungen in diesem Jahr erreichen werden.“ Ein neuer Lizenzvertrag mit RPX werde den Umsatz verbessern, wie geplant würden 2012 eine halbe Milliarde Euro eingespart. Alcatel-Lucent und der deutsch-finnische Rivale Nokia Siemens Networks (NSN) leiden besonders stark unter knüppelharten Wettbewerb im Geschäft mit Telefon- und Datennetzen.

Während Branchenprimus Ericsson von seinem großen Kundenstamm profitiert, rollen die chinesischen Aufsteiger Huawei und ZTE den Markt mit Kampfpreisen auf. NSN schreibt seit seiner Gründung 2007 rote Zahlen und versucht sich derzeit im dritten Anlauf zu sanieren. Dem Sparkurs fallen dabei 17.000 Arbeitsplätze zum Opfer, davon knapp 3000 allein in Deutschland.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wie schwachsinnig kann man eigentlich sein um bei dem Q4 2011 Ergebnis von Alcatel-Lucent den "Umsatz" mit dem "Gewinn" zu verwechseln?
    Oder ist es vielleicht Markt - Manipulierungsversuch?
    So oder so... Handelsblat ist damit jedenfals in meinen Augen aller unterste Schublade!

  • Wie schwachsinnig kann man eigentlich sein um bei dem Q4 2011 Ergebnis von Alcatel-Lucent den "Umsatz" mit dem "Gewinn" zu verwechseln?
    Oder ist es vielleicht Markt - Manipulierungsversuch?
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  • Wie schwachsinnig kann man eigentlich sein um bei dem Q4 2011 Ergebnis von Alcatel-Lucent den "Umsatz" mit dem "Gewinn" zu verwechseln?
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