Netzwerkbauer: Nokia Siemens Networks verdient und spart mehr

Netzwerkbauer
Nokia Siemens Networks verdient und spart mehr

Geht es für NSN doch noch an die Börse? Die Gemeinschaftsfirma schreibt bereits das dritte Quartal in Folge schwarze Zahlen und saniert sich erfolgreich. Nokia-Chef Stephen Elop : „Alle Optionen bleiben auf dem Tisch.“
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Helsinki/MünchenDer Netzwerkbauer Nokia Siemens Networks (NSN) hat erstmals drei Quartale hintereinander schwarze Zahlen geschrieben und heizt damit Spekulationen über einen Börsengang an. Im Weihnachtsquartal vervierfachte sich der operative Gewinn der Gemeinschaftsfirma binnen Jahresfrist auf 251 Millionen Euro, wie Nokia am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz legte um fünf Prozent auf knapp vier Milliarden Euro zu. Die Mobilfunkanlagen von NSN waren zuletzt vor allem in Asien und Japan gefragt, hieß es.

Trotz der Erfolge und steigender Bruttomargen will NSN-Chef Rajeev Suri die Sparschraube noch fester anziehen. Sein Haus werde die Kosten über die bisher angepeilten Einsparungen von einer Milliarde Euro hinaus senken, kündigte er an. Vor allen in der Verwaltung, der EDV und im Einkauf sei noch etwas zu holen. Seine dritte Sanierungsrunde hat NSN zunächst weitgehend hinter sich.

Schneller als geplant seien weltweit 15.300 Stellen abgebaut worden, hieß es. Die Kosten für die Einschnitte seien mit 1,3 Milliarden Euro allerdings 100 Millionen Euro höher ausgefallen als vorhergesagt.

Nokia-Chef Stephen Elop hielt die Zukunft der seit sechs Jahren mit Siemens betriebenen Tochter offen. „Alle Optionen bleiben auf dem Tisch“, sagte er. Siemens hatte sich zu seinen Plänen für das Joint Venture am Mittwoch auf der Hauptversammlung bedeckt gehalten. Die Finnen und die Münchner haben sich bis Frühjahr 2013 aneinander gebunden. Danach können sie ihre Anteile verkaufen, nachdem sie sich gegenseitig angeboten haben.

Langfristig haben beide Partner aber kein Interesse daran, bei NSN investiert zu bleiben. Börsenpläne wurden immer wieder durchgespielt. Medienberichten zufolge ist NSN derzeit nach mehreren Kapitalspritzen durch die Mütter in den vergangenen Jahren dabei, den Anleihenkäufern einen Bond über 700 Millionen Euro schmackhaft zu machen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ich denke mal dass die EU auch hier was von den USA lernen kann. Die vorgehensweise der chinesischen Konzerne ist fern von allen europaishen Wettbewerbsregeln. Hier kann man nur politisch durchgreifen.

  • Wann werden diese "Manager" endlich lernen, dass Sparen meist Einbußen bei Umsatz und Gewinn nach sich zieht (in einer Höhe weit über dem Wert der Ersparnis)?

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