Netzwerke
Xing will von der Krise profitieren

Kontakte sind in der Wirtschaftswelt von heute das A und O. Und gerade in Zeiten, in denen viele Menschen einen neuen Job suchen, werden die gebraucht. Kein Wunder also, dass das Internet-Netzwerk Xing auch in diesen schwierigen Zeiten optimistisch bleibt. Der neue Vorstandsvorsitzende Stefan Groß-Selbeck hofft auf einen antizyklischen Verlauf.

HANNOVER. Von der Wirtschaftsflaute spürt Deutschlands Internet-Vorzeigeunternehmen, das Business-Netz Xing, nichts. "Es gibt keine Anzeichen, dass die Krise uns schadet", sagte der neue Vorstandsvorsitzende Stefan Groß-Selbeck im Gespräch mit dem Handelsblatt. Am Rande der Cebit stellte er sich nach sieben Wochen im Amt zum ersten Mal Fragen von Journalisten. Er fügte hinzu: "Es gibt sogar Indizien, dass unser Geschäft antizyklisch verlaufen könnte."

In den kommenden Monaten will der ehemalige Ebay-Deutschland-Chef vor allem auf zwei Feldern angreifen. Zum einen wollen bestimmte Zielgruppen unter den Mitgliedern neue Funktionen liefern. Im Auge hat er dabei vor allem Personalberater und-abteilungen: "Es gibt bei Xing 40.000 Recruiter. Bisher bieten wir ihnen außer unserem Jobmarkt keine Instrumente." Ein anderer Bereich in dem neue Funktionen auf Begeisterung der Mitglieder treffen könnten sei der Bereich Beschaffung.

Der andere Bereich, in dem der Xing-CEO Wachstumschancen sieht, nennen die Fachleute Open Social. Dabei öffnen Web-Angebote ihre Plattform, damit Programmierer von außen neue Funktionen entwerfen können. Dies soll in den kommenden Monaten bei Xing passieren. Der Gedanke dabei: "Wir müssen den Nutzern den Wert unserer Plattform klarmachen. Und je stärker die Nutzung, desto eher werden sie Premium-Mitglied." Abonnement-Gebührend sind das stärkste Pfund, mit dem Xing wuchern kann.

Das börsennotierte Netzwerk ist kaum von der Werbung abhängig, im vergangenen Jahr steigerte es seinen Umsatz um 80 Prozent auf 35,3 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um 86 Prozent auf 12,82 Mio. Euro. Der Erfolg lockt Konkurrenten an: Das in der angelsächsischen Welt verbreitete Linked In übersetzte jüngste seine Seite ins Deutsche.

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