Neue Aktien für 11,60 Euro pro Stück
Pro Sieben Sat1 besorgt sich neues Geld

Deutschlands größter TV-Konzern Pro Sieben Sat1 beschafft sich über eine Kapitalerhöhung 282 Millionen Euro frisches Geld zum Schuldenabbau. Die neuen Aktien sollen 11,60 € pro Stück kosten.

HB MÜNCHEN. Der Ausgabepreis, der für Stamm- und Vorzugsaktien identisch ist, bedeutet im Vergleich zum Schlusskurs der Pro Sieben Sat1-Aktie vom Montag einen Abschlag von 28 %. Die neuen Aktien würden den Anteilseignern im Verhältnis acht zu eins angeboten, teilte das Unternehmen am Montagabend in München mit. Die Bezugsfrist soll vom 13. April bis zum 26. April laufen. Mit dem Erlös will Pro Sieben Sat1 die Netto-Finanzschulden bis Ende 2004 auf knapp 400 Mill. € von zuvor 676 Mill. € drücken. Zudem erhofft sich der Konzern eine Verbesserung seines Ratings durch die Ratingagenturen um eine Stufe, was die Refinanzierung für Pro Sieben Sat1 günstiger machen würde.

Der Großaktionär von Pro Sieben Sat1, der US-Milliardär Haim Saban, hatte bereits im vergangenen Jahr zusammen mit seinen Finanzpartnern die Finanzierung der Kapitalerhöhung und damit die Übernahme von möglicherweise nicht gezeichneten Aktien zugesagt.

Die Kapitalerhöhung ist Teil eines Konzepts zur Reduzierung der Verbindlichkeiten des Pro Sieben Sat1-Konzerns. Im Zusammenhang damit sei auch ein Rückkaufangebot für eine erst 2006 fällige Anleihe in Höhe von 338 Mill. € geplant, erklärte der TV-Konzern. Dieses Angebot solle am 6. April veröffentlicht werden. Zudem ist nach Firmenangaben bis Ende Mai der Abschluss eines neuen Konsortialkredits von bis zu 475 Mill. € geplant, der eine Laufzeit fünf Jahren haben soll. Derzeit werde aber auch geprüft, ob ein Teil des neuen Konsortialkredits durch eine Anleihe mit fünf bis sieben Jahren Laufzeit und einem Volumen von mindestens 100 Mill. € abgedeckt werden solle.

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