Neue Erfolgssoftware
SAP-Nutzer begrüßen neue Mittelstands-Produkte im Netz

Softwarehersteller und Dax-Konzern SAP kann seine aktuellen Mittelstandsprodukte als vollen Erfolg feiern. Die Kunden zeigen sich durch Innovation und vor allem einfache Handhabung beeindruckt – die in Zusammenarbeit mit SAP-Nutzern entwickelten Produkte treffen den Geschmack der Unternehmen.

FRANKFURT. Die neue internetbasierte Mittelstandssoftware von SAP hat nach Ansicht der deutschsprachigen SAP-Nutzerorganisation DSAG gute Marktchancen. „Mit Business By Design ist SAP unserer Forderung nach einem komplett neuen und einfachen Produkt nachgekommen“, sagte Alfons Wahlers, der Vorstandsvorsitzende der DSAG, gestern anlässlich des DSAG-Jahreskongresses in Frankfurt.

Die Aussage hat durchaus Gewicht: In der DSAG sind 2 000 Mitglieder organisiert, alles Firmen, die SAP-Produkte nutzen. Sie ist damit ein sehr gutes Abbild der deutschen SAP-Kunden und ihrer Wünsche und Bedürfnisse. Diese weisen nach Aussagen von Wahlers unter anderem klar in Richtung Software aus dem Internet (SaaS). „Ich denke schon, dass Business By Design uns zwischen 500 und 1 000 neue Mitglieder bringen wird“, nannte der DSAG-Chef einen Indikator für den erwarteten Erfolg des Produkts.

SAP hatte Business By Design im Spätsommer erstmals in den USA vorgestellt. Die Software richtet sich an kleinere Mittelständler, nicht allerdings Kleinstbetriebe. Die Nutzer können die Software über das Internet laden, sie müssen sie also nicht auf ihre eigenen Rechner installieren. Das SAP-Management will mit der neuen Lösung bis 2010 rund 10 000 neue Kunden und einen zusätzlichen Umsatz von einer Mrd. Euro erzielen.

Nach Angaben von SAP-Chef Henning Kagermann ist die Akquisition von geeigneten Partner für Business By Design voll im Zeitplan. „Wir haben bis jetzt etwa zehn Partner, die geschult sind, das neue Produkt bei Kunden einzuführen. Weitere werden folgen“, sagte Kagermann gestern am Rande des DSAG-Kongresses.

Da der Vertrieb via Internet für SAP ein völlig neues Geschäftsmodell ist, benötigt der Walldorfer Konzern Partner mit anderen Fähigkeiten als bislang. Waren für das Kernprodukt vor allen Berater gesucht, erfordert Business By Design als Mengenprodukt sehr vertriebsstarke Partner. Die sollen gegebenenfalls auch von Rivalen abgeworben werden. „Wir screenen zuerst unsere bestehenden Partner. Wir werden aber in einem zweiten Schritt auch ein allgemeines Angebot in den Markt stellen, auf das sich jeder bewerben kann“, sagte Kagermann und ergänzte: „Wir wären nicht unfroh, wenn auch Partner von der Konkurrenz kämen.“ Kagermann lobte im Zusammenhang mit dem Mittelstandsprodukt die Zusammenarbeit mit der DSAG. „Die DSAG wusste früher als die Öffentlichkeit von unseren Plänen und hat uns ständig Resonanz gegeben.“ DSAG-Chef Wahlers bestätigte: „Es war das erste Mal, dass wir so eng bei einem neuen Produkt mitgearbeitet haben.“

Allerdings gibt das neue Produkt den SAP-Kunden insgesamt mehr Reaktionsmöglichkeiten an die Hand, das weiß auch Kagermann. „Business by Design kann man von heute auf morgen aufgeben, und durch die Möglichkeit des Testens kann jeder Kunde sofort kundtun, ob die Software für ihn taugt oder nicht“, sagte Kagermann: „Aber was kann uns Besseres passieren als ein solch schnelles Feedback der Kunden?“

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt
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