Neue Glasfasernetze
EU will Telekomkonzerne zur Öffnung zwingen

Die ehemaligen Telekommunikations-Monopolisten müssen nach einem Pressebericht mit einer strikten Regulierung für den Ausbau des schnellen Internets rechnen.

HB HAMBURG. Die Konzerne hätten ihre neuen Glasfasernetze ebenso für Wettbewerber zu öffnen wie die einst vom Staat geerbten Kupferkabel, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD) am Montag unter Berufung auf einen Entwurf der EU-Kommission für eine Empfehlung an die nationalen Telekomregulierer. Damit die Konzerne trotzdem in teure Hochgeschwindigkeitsnetze investierten, sollten sie von ihren Rivalen eine Risikoprämie verlangen dürfen, heißt es weiter. In dem Entwurf sei die Rede von einem Aufschlag von zehn bis zwölf Prozent auf die Zugangsgebühren.

Nationale Behörden wie die Bundesnetzagentur hätten diese Vorgaben aber bereits als zu restriktiv kritisiert, schreibt das Blatt. "Die detaillierten Empfehlungen beschränken das Ermessen der nationalen Regulierer, passende Mittel zu wählen; das Ermessen geht fast gegen null", zitiert die "FTD" aus einer vorläufigen Stellungnahme der Europäischen Gruppe der Regulierer (ERG), in der die nationalen Aufseher zusammengeschlossen sind. "Der Ausbau in ländlichen Gebieten könnte durch die Eingriffe, die in der Empfehlung vorgeschlagen sind, negativ beeinflusst werden." Betroffen von der Regulierung wäre auch die Deutsche Telekom.

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