Neue iPads
Apples Tablets ohne Experimente

Apples Marktanteil bei Tablet-Computern war zuletzt geschrumpft – und auch zwei neue Modelle dürften das nicht ändern. Was zählt, ist die Rendite. Hübsch verpackt in die Produktankündigung: eine Kampfansage an Microsoft.
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San FranciscoLeichter, dünner, schneller, alles wie erwartet. Das ist eigentlich alles, was es über die neuen iPads zu sagen gibt. Die größte „Innovation“ ist eigentlich der Namenszusatz „Air“ beim großen Modell. Keine Experimente, das scheint das Motto auf ganzer Linie zu sein. Das große iPad-Modell mit 10-Zoll-Bildschirm und schmalen Seitenrändern bekam das Design des kleineren iPad mini verordnet. Es ist jetzt 7,5 Millimeter dick statt zuvor 9,4 Millimeter.

Ein verkleinerter Akku ermöglicht eine Gewichtsreduzierung auf unter 500 statt 700 Gramm. Als Ausgleich wurde der jüngste A7-Prozessor des iPhone 5S spendiert. Der soll so viel Strom sparen, dass es den kleineren Akku wieder aufwiegt. Anders als erwartet wurde der Fingerabdruck-Sensor des iPhones nicht aufs Tablet übertragen. Der Preis in Deutschland startet bei 479 Euro, so wie der Vorgänger. Verkaufsstart ist am 1. November. Vorstandschef Tim Cook platzte bei der Präsentation in San Francisco vor Stolz: „Wir könnten nicht stolzer sein auf die neuen iPads“, verkündete er in San Francisco.

Das iPad mini hat jetzt auf dem knapp acht Zoll großen Bildschirm genauso viele Pixel wie das große Modell und ebenfalls den schnellen Prozessor. Das stellt einen klaren Strategiewechsel für Apple dar. Das erste iPad mini basierte 2012 noch auf Technik von der Resterampe. Es war eigentlich nur eine geschrumpfte Version des damals schon veralteten iPad 2. Mit der Aufrüstung als Argument versucht Vorstandschef Cook trotz eines beinharten Wettbewerbs den Preis für das einfachste Modell des iPad mini von 329 auf 389 Euro anzuheben.

Damit stabilisiert Cook die Gewinnmargen, die nach Apples eigenen Aussagen beim iPad mini unterdurchschnittlich war. Die alte Version wird zu einem leicht günstigeren Preis weiterverkauft, ebenso wie das iPad 2. Es ist zum Beispiel bei Schulen sehr beliebt, die nicht die neueste Technologie brauchen, sondern auf jeden Cent achten müssen.

Mit der Verjüngung der Hardware kommt eine Verjüngung der Software, nicht nur für die mobilen Geräte, sondern auch die Desktop-Computer und Laptops. Das Betriebssystem mit dem Codenamen Maverick seht seit gestern Nacht zum Download zur Verfügung. Es bringt nicht nur zusätzliche Funktionen, sondern hat auch einen attraktiven Preis: es kostet nichts.

Kommentare zu " Neue iPads: Apples Tablets ohne Experimente"

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  • Schon mal versucht ein gebrauchtes Samsung Produkt zu verkaufen? Das ist so, als ob man einen gebrauchten Smart in Zahlung geben möchte.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, das Apple Produkte sich gebraucht immer noch hervorragend vermarkten lassen...

  • Aber, ist es nicht nach 8 Wochen schon wieder veraltet?

  • Ich habe Apple Iphone 4S und Ipad2 , Samsung 10.1 Tablet.

    Ich werde trotzdem in der Zukunft nur noch Google Nexus kaufen... Ich hatte alle und die Nexus gefallen mir am besten.

    Die manchen nur weniger Werbung...

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