Neue Konkurrenz durch Office-Paket auf Linux-Basis
Microsoft legt Streit mit Novell bei

Der US-Softwarehersteller Microsoft zahlt Novell 536 Millionen Dollar und legt damit einen Teil seiner Kartellstreitigkeiten mit dem kleineren Kontrahenten und dem US-Verband der Computer- und Kommunikationsbranche (CCIA) bei. Gleichzeitig greift Novell mit einem neuen Office-Paket auf Linux-Basis den Marktführer aus Redmond an.

HB NEW YORK/WALTHAM. Die mit Novell vereinbarte Barzahlung beinhaltet einen Streit wegen der Netzwerksoftware NetWare, die Novell einst als Konkurrenzprodukt zu Microsofts Windows herausgebracht hatte, wie Novell am Montag bekannt gab. Mit dem CCIA einigte sich Microsoft darüber hinaus darauf, dass der Verband nicht mehr auf der Revision eines Urteils bei der Kartellklage der US-Regierung gegen das Unternehmen bestehen wird. Außerdem wolle der CCIA auch nicht bei der Revision des Kartellverfahrens der EU-Kommission in Brüssel gegen das Unternehmen mitwirken.

Im Falle einer Klage zu Novells Programm Word-Perfect sei dagegen keine Einigung erzielt worden, hieß es. Hier wolle Novell die Klage vorantreiben. Wie Microsoft weiter mitteilte, will das Unternehmen seine am 21. Oktober veröffentlichten Quartalszahlen nun revidieren, um die Auswirkungen der Streitbeilegung darin zu berücksichtigen.

An der Technologiebörse Nasdaq reagierten die Aktien von Microsoft mit Kursverlusten auf die Nachricht. Sie gaben 0,3 % auf 29,23 Dollar ab. Die Aktien von Novell machten dagegen einen kräftigen Sprung nach oben und verteuerten sich um mehr als neun Prozent auf 7,50 Dollar.

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