Neue Konsole Wii U
Nintendo spielt um seine Zukunft

Der Spiele-Spezialist Nintendo braucht dringend einen Kassenschlager. Die neue Konsole Wii U soll die Fans mit einem ungewöhnlichen Konzept ködern. Aber verstehen die Spieler, wie das Gerät funktioniert?
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DüsseldorfNintendo hat mit der Wii Computerspiele zu einem Vergnügen für die Massen gemacht. Die Spielkonsole gewann dank intuitiver Bedienung und familienfreundlicher Titel außerhalb der Jugendzimmer viele Fans – selbst Frauen und Senioren schwangen beim virtuellen Tennis oder Kegeln den Controller. Ob die neue Gerätegeneration mit dem Namen Wii U ebenfalls so ein großer Verkaufsschlager wird? Heute wird zwar so viel gespielt wie nie zuvor, doch auch die Konkurrenz ist größer denn je.

Für Nintendo steht viel auf dem Spiel. Vom Erfolg der neuen Konsole hängt die Zukunft des japanischen Unternehmens maßgeblich ab. Zuletzt waren die Zahlen mies: Die Wii verkauft sich immer schlechter, das Unternehmen vermeldete kürzlich erstmals einen Verlust und kappte seine Gewinnprognose fürs laufende Jahr. Der Verkauf der Wii U im Weihnachtsgeschäft soll jetzt die Wende zum Besseren bringen.

In den USA ging das Gerät bereits vor zwei Wochen in den Handel, in Deutschland kommt es am heutigen Freitag auf den Markt – gerade rechtzeitig für den großen Geschenke-Einkauf. Ausgerechnet im Nintendo-Stammland Japan müssen Fans noch etwas Geduld haben.

Mit der Wii ging Nintendo 2006 ein großes Wagnis ein: Der Spiele-Spezialist stieg aus dem Wettrüsten um Prozessor- und Grafikleistung aus und überließ den Markt für Hardcore-Fans praktisch der Playstation 3 von Sony und der Xbox 360 von Microsoft. Die Wii erreichte nicht den klischeehaften jugendlichen Daddler, der im Halbdunkel auf virtuelle Fieslinge ballert, sondern neue Zielgruppen – Frauen und Familien etwa.

Die Wii verkaufte sich deutlich besser als die beiden Konkurrenzgeräte, bis heute 5,2 Millionen Exemplare in Deutschland. Und so mancher blickte erstaunt durchs Fenster der Nachbarn, die mit nicht vorhandenen Tennisrackets oder Boxhandschuhen vor dem Fernseher tobten.

Bei der Wii U setzen die Japaner ebenfalls auf ein ausgefallenes Bedienkonzept. Im Mittelpunkt steht das Gamepad, ein Controller mit Touchscreen, wie man ihn von Tablet-Computern kennt. Es dient zum einen als Steuerung – dafür hat es zwei Analogsticks, ein Steuerkreuz und die üblichen Knöpfe, außerdem Bewegungssensoren und den berührungsempfindlichen Bildschirm.

Zum anderen ist das Gamepad ein zweites Display. Im Horror-Shooter „Zombi U“ werden darauf beispielsweise die Waffen angezeigt, die der Spieler in der Tasche hat. Weitere Einsatzmöglichkeiten werden sich die Entwickler sicher ausdenken. Bis zu zwei dieser Geräte lassen sich an die Wii U anschließen.

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  • Es sollte doch bestimmt in der Überschrift richtig heißen „Die Bundesregierung verspielt heute die Zukunft der Deutschen“ in dem wieder alle dem Griechenland Paket zustimmen. Trauen Sie sich heute nicht an das Thema heran?

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