Neue Mitarbeiter und Werke: Sharp und Canon denken gar nicht ans Sparen

Neue Mitarbeiter und Werke
Sharp und Canon denken gar nicht ans Sparen

Während viele bekannte japanische Unterhaltungselektronik-Konzerne in der Krise stecken und ganze Werke dichtmachen, stocken Sharp und Canon ihren Produktion kräftig auf. Flachbildschirme und hochwertige Digitalkameras sind der Renner bei den Kunden.

HB TOKIO. Sharp und Canon haben am Freitag ihre Pläne für die Ausweitung der Produktion angekündigt. Sharp will rund 15 Mrd. Yen (gut 106 Mill. Euro) investieren und damit seine Produktionskapazitäten für Flüssigkristall-Displays (LCD) um 18 Prozent erhöhen. Das Unternehmen ist bereits Weltmarktführer bei den flachen LCD-Fernsehern. Canon als weltgrößter Hersteller von Kameras und Kopierern plant für 14 Mrd. Yen den Bau einer Fabrik im Südwesten Japans. Dort sollen Linsen für hochpreisige digitale Spiegelreflexkameras (SLR) hergestellt werden.

„Im Moment können wir einfach nicht mit der Nachfrage mithalten“, begründete Sharp-Präsident Katsuhiko Machida die Investition seines Unternehmens. „Wir werden im ersten Werk in Kameyama jeden Raum nutzen, den wir können. Aber für uns wird ein zweites Werk das Hauptanliegen sein.“ Die zweite Fabrik in Kameyama soll im Oktober in Betrieb gehen. „Ich würde den Start gern beschleunigen, aber wir führen neue Produktionstechnologien ein und müssen erst sehen, wie diese laufen.“

Canon will seine neue Fabrik im selben Gebiet der Präfektur Oita bauen, in dem es bereits seine digitalen SLR-Kameras herstellt. Dies soll die Kosten senken und die Wege der Produkte auf den Markt verkürzen. Canon strebt eine Inbetriebnahme des Werks mit rund 600 Beschäftigten im Mai 2007 an. Damit soll die Kapazität zur Herstellung von Kameralinsen jährlich um 1,6 Mill. auf mehr als 4 Mill. Stück steigen.

Andere japanische Elektronikkonzerne wie Sony, Sanyo und Pioneer bauen derweil tausende Arbeitsplätze ab und schließen sogar ganze Werke. Besonders der lange Jahre unumstrittene Unterhaltungselektronik-Platzhirsch Sony verlor in den vergangenen Jahren Marktanteile an kleinere, innovativere Unternehmen und an den expandierenden südkoreanischen Samsung-Konzern.

Für Sanyo-Chef Machida kommt Sparen wie bei Sony nicht in Frage: „Unser Fokus liegt derzeit auf Kapitalinvestitionen. Das ist nicht der Zeitpunkt, um zu sparen.“ Angesichts der erwarteten hohen Nachfrage aus den Hauptmärkten USA, Europa und Japan rechnete Sharp für das Geschäftsjahr ab April mit einer Verdopplung des Marktes für LCD-Fernseher auf 36 Mill. Stück.

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