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AT&T sucht den iPhone-Nachfolger

Der US-Telekomkonzern AT&T sucht nach einem neuen Verkaufsschlager. Nach dem Erfolg mit dem iPhone experimentiert der Kommunikationsriese mit E-Books und Digitalkameras. Die neuen Geschäftsmodelle sollen den Konzern in einem dramatisch veränderten Markt zum Erfolg führen.

NEW YORK. Amerikas größter Telekomkonzern, AT&T Inc., sucht nach neuen Umsatztreibern. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr 60 Prozent seiner Neukunden durch Verträge für das iPhone gewonnen. Da die Exklusivpartnerschaft zum Vertrieb des Apple-Handys aber übernächstes Jahr endet, müssen neue Einnahmequellen her.

Ein klares Bild, wie der nächste Verkaufshit aussehen könnte, fehlt AT&T bislang allerdings. Es könnte ein elektronisches Lesegerät (EBook) sein oder eine Digitalkamera, aber auch ein Hundehalsband mit GPS-Ortung, sagen Konzernmanager.

"Es geht nicht nur um die Suche nach dem nächsten Smartphone-Schlager, sondern um die Frage, welche Arten von Geräten demnächst bei den Kunden beliebt sein werde"", sagt Ralph de la Vega, Leiter der Mobilfunksparte von AT&T. "Es gibt eine Vielzahl von Dingen, die erst allmählich an den Markt kommen. Aber gerade sie dürften den Markt dramatisch ändern." Im vergangenen Quartal hat AT&T rund 840 000 iPhones verkauft. Der Verkaufserfolg half, den Umsatz inmitten der kriselnden US-Konjunktur um zehn Prozent zu steigern. Über die Dauer der Vereinbarung zum Exklusivvertrieb wollen AT&T und Apple keine Angaben machen.

Der Konkurrent Verizon Wireless erklärte aber schon im vergangenen Monat, es gebe eine "sehr gute Chance", dass der Konzern für sein neues Hochgeschwindigkeitsnetz ein Apple-Handy anbieten könne. Sollte auch Verizon das iPhone vertreiben können, dürfte so mancher AT&T-Kunden wechseln, erwartet Analyst John Hodulik von UBS Securities. Verizon Wireless habe in puncto Netzqualität einen besseren Ruf als AT&T.

"Was auch immer geschieht, AT&T ist mittlerweile erheblich vom iPhone abhängig", sagt Craig Moffett von der Vermögensverwaltung Sanford C. Bernstein. "Sie müssen über Wege nachdenken, mit denen sie ihren Marktanteil im Bereich mobile Datennutzung überdurchschnittlich steigern können. Dies ist der einzige Bereich des Marktes, der wächst."

Die Mobilfunkbranche braucht neue Umsatzströme, da die Handynutzung nahezu gesättigt ist. Ähnlich wie in anderen westlichen Ländern, verfügten auch in Amerika fast 90 Prozent der potentiellen Kunden Ende 2008 über ein Mobiltelefon, wie Daten des Branchenverbandes CTIA zeigen.

Im nächsten Jahr sollen mehr Geräte auf den Markt kommen, die mit dem Mobilfunknetz von AT&T kompatibel sind, sagte Mobilfunkchef de la Vega. Im Juli hat der Konzern aus Dallas in Texas angekündigt, ab nächstem Jahr ein E-Book des Herstellers Plastic Logic. zu vertreiben. Das elektronische Lesegerät wäre eine Alternative zum Kindle, das der Internet-Händler Amazon anbietet.

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