Neue Software von SAP
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Der Walldorfer Konzern SAP will nicht nur Großkunden, sondern auch Mittelständler mit Software versorgen. Dafür muss sich das Unternehmen radikal wandeln.

NEW YORK. Schmale, dunkle Gänge, schummrig blau beleuchtet, führen zu einer großen Bühne. Vorbei an kleinen Holzverschlägen, wo sich die Menschen um Computer drängen. Sicher, die kräftig gebauten Sicherheitsleute, die an diesem Vormittag in den Gängen des New Yorker Nokia Theatre herumstehen, machen deutlich: Hier treffen sich wichtige Leute, große Manager. Aber ansonsten erinnert alles an ein kleines Start-up – die geschäftige Atmosphäre, die improvisierten Büros.

Und das passt auch. Schließlich geht es um etwas völlig Neues – um das jüngste Produkt des Walldorfer Softwarekonzerns SAP. „Business by Design“ haben die Strategen das Programm genannt, bislang unter dem Codenamen „A1S“ bekannt.

Es sei ein neues Geschäftsmodell, das damit einhergehe. „Ein Geschäftsmodell, das es so nicht gibt. Wir konnten also nichts kopieren“, sagt Henning Kagermann, der Vorstandschef von SAP. Und eine gehörige Portion Stolz klingt mit, als er am Mittwoch „Business by Design“ auf der Bühne des Nokia Theatre vorstellt.

An dem Namen des Programms wurde lange gefeilt und geschliffen. Monatelang zerbrachen sich SAP-Manager den Kopf, probierten aus und verwarfen wieder. Kein Wunder, geht es doch hier nicht einfach um einen Namen für irgendein Produkt. Es geht auch nicht nur darum, einen immerhin 15 Milliarden Dollar schweren Markt zu erobern. Nein, hier steht noch viel mehr auf dem Spiel.

Es geht um die Zukunft von SAP. Um weiter zweistellig zu wachsen, die Kapitalmärkte zufriedenzustellen und seine Unabhängigkeit zu bewahren, muss sich der Konzern eine neue Zielgruppe erschließen: kleinere mittelständische Unternehmen.

„Zu sagen, der Erfolg des Produkts sowie des neuen Geschäftsmodells ist wichtig für SAP, wäre eine Untertreibung“, schreiben die Analysten der Gartner-Gruppe. Was wäre die treffendere Beschreibung? Der Erfolg des Produkts sei überlebensnotwendig, sagen Branchenexperten, und bitter nötig für das Unternehmen, das nicht zum ersten Mal versucht, im Mittelstandsgeschäft Fuß zu fassen. Bislang vergeblich.

Daher muss bei dem erneuten Anlauf jedes Detail stimmen – bis hin zum Produktnamen. „Es muss von Beginn an alles funktionieren“, sagt Leo Apotheker, die Nummer zwei bei dem Walldorfer Unternehmen.

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