Neue Strategie in Richtung Software und Zukäufe zahlen sich aus - Konzern erwartet kräftiges Umsatzwachstum im laufenden Jahr: Speicher-Spezialist EMC schreibt wieder schwarz

Neue Strategie in Richtung Software und Zukäufe zahlen sich aus - Konzern erwartet kräftiges Umsatzwachstum im laufenden Jahr
Speicher-Spezialist EMC schreibt wieder schwarz

Der US-Speicher-Spezialist EMC hat im vierten Quartal 2004 wieder die Gewinnzone erreicht. Nach Unternehmensangaben betrug der Nettogewinn 220 Mill. $ – nach einem Verlust von 64 Mill. $ im gleichen Vorjahreszeitraum. Auch das Jahr beendet EMC mit einem Nettogewinn in Höhe von 496 Mill. $. Der Umsatz legte um 15 % auf 6,24 Mrd. $ zu.

jkn/tnt FRANKFURT/M. EMC ist der weltweit drittgrößter Hersteller von Speicher-Systemen. Weil die Hardware einem starken Preisverfall unterliegt, hat das Management im vergangenen Jahr einen radikalen Strategiewechsel vollzogen. Innerhalb eines Jahres kaufte das Unternehmen die beiden Firmen Legato und Documentum. Das Ziel: Die Hardware-Seite im Speichergeschäft soll durch margenstärkere Software ergänzt werden.

Die neue Strategie scheint sich auszuzahlen. So geht Unternehmenschef Joe Tucci im laufenden Jahr von einem Umsatzplus von 25 % auf rund 7,8 Mrd. $ aus. „Treiber sind die enorm wachsenden Datenmengen in den Unternehmen, aber auch neue gesetzliche Regeln und Vorschriften wie etwa Basel 2“, sagte Howard Elias, Executive Vice President für Marketing, im Gespräch mit dem Handelsblatt zuversichtlich.

Nach seinen Worten will sich EMC als Anbieter kompletter Lösungen für das Management von Informationen (Information Lifecycle Management) etablieren. Ziel sei es, nicht nur Archivsysteme zu verkaufen, sondern auch Werkzeuge, mit denen die Daten optimal und kostengünstig auf verschiedene Speichermedien verteilt werden können.

Ein wichtiger Schritt war hierbei die zu Jahresbeginn angekündigte Übernahme von VM Ware. Das Unternehmen stellt Software her, mit der die Daten zwischen verschiedenen Medien und Plattformen hin- und hergeschoben (virtualisiert) werden können. Mit VM Ware verlässt EMC allerdings das eigentliche Speichergeschäft – schließlich ist die Software der Firma auch auf Server (Netzwerkrechner) ausgerichtet.

Einen wachsenden Wettbewerb mit den großen Server-Herstellern wie IBM, Hewlett-Packard oder Sun fürchtet Elias gleichwohl nicht. Die EMC-Werkzeuge seien eher Ergänzungen. „Wir bleiben bei unserem Thema Informationsmanagement, das natürlich die Server mit einschließt. Aber wir haben keine Absicht, ins klassische Server-Geschäft einzusteigen“, sagte Elias.

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