Neue Vorruhestandsregelung
Reduzierung der Beamten hilft Telekom

Das Kabinett in Berlin hatte am Mittwoch beschlossen, dass die Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost ihre Beamten in den vorzeitigen Ruhestand schicken können. Analysten begrüßten am Mittwoch die Entscheidung, die besonders der Telekom zugute kommt.

DÜSSELDORF. „Das ist ein wichtiger Zwischenschritt, weil man an die Beamten sonst schlecht ran kommt“, sagte Frank Rothauge von der Privatbank Sal. Oppenheim. „Für die Telekom ist die Entscheidung bedeutsam, um weiter mit ihrem Personalabbauprogramm voran zu kommen“, sagt auch Jochen Reichert vom Analysehaus SES Research.

Der Gesetzentwurf soll Regierungssprecher Thomas Steg zufolge den Wettbewerbsnachteil der ehemaligen Staatsunternehmen Deutsche Post, Postbank und Telekom korrigieren, den diese durch ihren hohen Anteil an Beamten haben.

Die Regelung betrifft faktisch nur die Telekom. Die Deutsche Post hält es aus heutiger Sicht nicht für erforderlich, die vom Kabinett verabschiedeten Regelungen zum Vorruhestand in Anspruch zu nehmen. Beamte könnten auch an anderen Stellen im Unternehmen eingesetzt werden oder in die öffentliche Verwaltung wechseln, sagte ein Sprecher. Die Post plant auch keine Programme zum Personalabbau.

Zehntausende sollen gehen

Ganz anders ist die Lage bei der Telekom: Konzernchef Kai-Uwe Ricke will bis Ende 2008 insgesamt 32 000 Mitarbeiter in der Konzernzentrale abbauen. Da Ricke auf Entlassungen verzichten will, hat er 3,3 Mrd. Euro unter anderem für Abfindungen, Vorruhestandsregelungen und Altersteilzeit bereit gestellt.

Für Ricke ist es enorm wichtig, dass auch Beamte den Konzern verlassen. Etwa die Hälfte der Mitarbeiter in der Festnetzsparte T-Com sind Beamte, weitere 30 Prozent unkündbar. Der Konzern rechnet damit, dass insgesamt etwa 10 000 Beamte die Telekom verlassen, 6 000 davon sollen über Vorruhestandsregelungen gehen. „Wir haben immer deutlich gemacht, dass der Personalabbau nicht nur Angestellte betreffen kann“, sagte ein Telekom-Sprecher gestern.

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