Neue Website: Business-Netz Xing frischt sich auf

Neue Website
Business-Netz Xing frischt sich auf

Mehr Weiß, mehr Übersicht: Das deutsche Online-Netzwerk für Geschäftsleute, Xing, startet mit neuem Außenauftritt. Eine vierwöchige TV-Werbekampagne soll neue Nutzer bringen. Denn während Branchen wie Werbung den Dienst eifrig nutzen, sind andere bislang kaum erschlossen.
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KÖLN. Mehr Weiß, mehr Übersicht: Am Donnerstag startet das deutsche Online-Netzwerk für Geschäftsleute, Xing, mit neuem Außenauftritt. Im Mittelpunkt stehe dabei die leichtere Nutzbarkeit, sagte Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck am Mittwoch auf der Online-Marketing-Messe Dmexco in Köln. Zudem soll eine vierwöchige TV-Werbekampagne neue Nutzer bringen.

Die Website ist künftig aufgeräumter. Übersichtlich ist auf der Startseite erkennbar, ob Nachrichten, Kontaktanfragen oder Termine auf den Nutzer warten. Fest verankert wird zudem ein Steuer-Element, von dem aus Nutzer ständig Zugriff auf die Funktionen haben.

"Das alte Design ist in die Jahre gekommen", erklärte Groß-Selbeck den Schritt. Für Handys, die den Internet-Standard HTML5 unterstützen, also derzeit Apples iPhone und Geräte mit dem Google-System Android 2, präsentierte er eine neue Funktion: Zwei Xing-Nutzer können über das Smartphone ihre Kontaktdaten austauschen, wenn sie nebeneinander stehen. Das Ganze funktioniert über die Ortungsfunktion - wenn es denn funktioniert.

Groß-Selbeck nämlich hatte bei der Präsentation einige Probleme mit den Sicherheitsabfragen seines Handys, bevor es klappte. Dabei ist das Ziel ambitioniert: "Das ist ein Ersatz für die Visitenkarte, sagte er.

Ein Werbespot unter dem Slogan "Xing - das Netzwerk, das für mich arbeitet" soll neue Nutzer auf das Netz aufmerksam machen - und wohl auch vom US-Konkurrenten LinkedIn fernhalten. Während Branchen wie Werbung eifrig Xing nutzen, seien andere Bereiche wie Chemie kaum erschlossen. Überhaupt seien erst fünf Prozent der Bevölkerung bei Xing, in den Niederlanden nutzten jedoch bereits zwölf Prozent ein Business-Netz.

Spezielle Angebote für einzelne Branchen will Xing jedoch nicht machen. Auch bei Anwendungen von Drittanbietern, die etwa dem Netz Facebook viel Schwung verleihen, bleibt Xing zurückhaltend. Nur 17 Anbieter sind bislang zugelassen, Spiele und andere Business-ferne Anwendungen wollen die Hamburger verhindern. Schließlich kommt noch immer ein großer Teil des Umsatzes von 25,9 Mio. Euro im vergangenen Quartal von zahlenden Business-Kunden des Premium-Bereichs. Künftig will Groß-Selbeck die Erlösstruktur weiter verbreitern, etwa durch Werbung und Angebote von Headhuntern.

Die Kosten für Werbung und Neu-Design sollen die Marge nicht belasten. Das Ziel der börsennotierten Xing AG für 2010 liege weiterhin bei 30 Prozent, sagte Groß-Selbeck am Rande der Präsentation.

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