Neuer Name geplant: Sellbytel zieht es nach Asien

Neuer Name geplant
Sellbytel zieht es nach Asien

Sellbytel bekommt einen neuen Namen. Der Nürnberger Telefondienstleister hat sich in den vergangenen Jahren aus einem Call-Center entwickelt und will das jetzt deutlich machen. Außerdem steht eine Expansion nach Asien an.
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DüsseldorfDer Nürnberger Telefondienstleister Sellbytel benennt sich um. "Der Name Sellbytel sagt nicht das, was unsere Dienstleistungen darstellen", sagt CEO Michael Raum dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe). Der 45-jährige Unternehmensgründer arbeitet zusammen mit der Markenagentur Peter Schmidt an einem neuen Namen Die Umbenennung, die bis Mai erfolgen soll, ist notwendig. Denn Sellbytel hat schon lange nichts mehr mit einem einfachen Call-Center zu tun. Mittlerweile erwirtschaftet Sellbytel, die größte Tochter des US-Werbekonzerns BBDO in Deutschland, nach eigenen Angaben rund 60 Prozent der Erlöse aus dem Vertrieb. Die 4.500 Mitarbeiter an 28 Standorten erklären komplexe Produkte am Telefon, bieten schnelle Hilfe bei Finanzdienstleistungen oder verkaufen IT-Lösungen an Firmenkunden. Auf der Kundenliste stehen Google, Hewlett-Packard, Cisco und Royal Bank of Scotland.

Sellbytel expandiert in diesem Jahr nach Asien. "Unser stürmisches Wachstum wird weitergehen", prognostiziert Raum. Nach Singapur wurden in diesem Jahr bereits Filialen in Malaysia, Südkorea und Australien gegründet. Als Nächstes ist Japan dran. "Der asiatisch-pazifische Raum ist ein riesiger Markt, den wir erobern wollen", sagt Raum. "Wir wollen in den nächsten drei Jahren ein Fünftel unseres Umsatzes in Asien machen."
Zu den Kunden zählen etwa Cisco, Netapp und Hewlett-Packard. Bereits in diesem Jahr will Sellbytel acht Prozent seiner Erlöse in Asien erwirtschaften. Bis Ende des Jahres soll Sellbytel 5.000 Mitarbeiter zählen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe ist ein streng gehütetes Geheimnis. Insider gehen von Erlösen "in Richtung von 200 Millionen Euro" aus. Die Umsatzrendite liegt nach Unternehmensangaben zwischen 15 und 20 Prozent.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa

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