Neuer Übernahmeversuch?
Icahn greift angeblich nach Yahoo

Der US-Großanleger Carl Icahn kauft angeblich in großem Stil Aktien von Yahoo. Nach einem Bericht des Kabelsenders CNBC will der Milliardär auf der kommenden Hauptversammlung des Internetportals Druck ausüben, um den jüngst gescheiterten Übernahmeversuch von Microsoft neu zu beleben.

PORTLAND. Nach dem Bericht zog der Yahoo-Kurs an der Wall Street um mehr als fünf Prozent an. Wie es heißt, plant Icahn bis zu 50 Mill. Yahoo-Aktien oder 3,6 Prozent der ausstehenden Anteile zu erwerben. Er will angeblich eigene Kandidaten für den Verwaltungsrat aufstellen und damit auf der Yahoo-Hauptversammlung am 3. Juli eine Kampfabstimmung provozieren. Er muss seine Kandidatenliste jedoch bis spätestens Donnerstag offiziell registrieren. Beobachter glauben deshalb, dass er lediglich drei oder vier Kandidaten für den zehnköpfigen Rat nominieren dürfte.

Weil viele Aktionäre nach dem geplatzten Übernahmeversuch stark verärgert sind und aus Protest für Icahns Liste stimmen könnten, reichen schon Gerüchte über die Absichten des Großanlegers, um Yahoo-Chef Jerry Yang unter Druck zu setzen. Mit einer ähnlichen Taktik hatte Icahn unlängst das Management von BEA Systems zurück an den Verhandlungstisch mit dem Softwarekonzern Oracle gezwungen. Microsoft bot zuletzt 33 Dollar pro Yahoo-Aktie, Yang forderte 37. Nach dem Scheitern der Verhandlungen fiel der Kurs auf unter 25 Dollar. Völlig unklar ist, ob und zu welchen Bedingungen Microsoft an den Verhandlungstisch mit Yahoo zurückkehren würde. je

Quelle: Handelsblatt
Jens Eckhardt
Handelsblatt / Korrespondent
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