Neuer Vorstandschef
Leica berappelt sich

Leica Camera hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres den Umsatz steigern können. Der angeschlagene Kamerahersteller hat unterm Strich aber weiter rote Zahlen geschrieben. Zudem gab das hessische Traditionsunternehmen einen Wechsel an seiner Spitze bekannt.

HB SOLMS. Die Erlöse hätten sich zwischen April und September dank der hohen Nachfrage nach digitalen Produkten um acht Prozent auf 51,9 Mill. Euro verbessert, teilte das Unternehmen am Mittwoch im mittelhessischen Solms mit. Der Halbjahresverlust nach Steuern habe bei 4,2 Mill. Euro gelegen. Damit habe er sich im Vergleich zum Vorjahr trotz höherer Kosten um eine Million Euro verringert.

In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2006/2007 (31.3.) werde unter anderem dank des saisonal bedingten hohen Umsatzwachstums wieder mit Gewinnen gerechnet. Der Start des neuen Quartals liege mit einer positiven Umsatzentwicklung im Rahmen der eigenen Planungen. Eine wesentliche Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im zweiten Halbjahr verspricht sich das Unternehmen durch seine professionelle digitale Messsucherkamera, die Leica auf der Fachmesse Photokina im September vorstellte. Die internationale Auslieferung der Kamera habe rund einen Monat früher als angekündigt im Oktober begonnen.

Leica teilte zudem mit, dass Interims-Chef Josef Spichtig den Vorstand des Unternehmens verlässt. Steven Lee, der Mitte September in den Vorstand berufen wurde, werde das Unternehmen zunächst allein führen. Eine Erweiterung des Vorstands in den nächsten Monaten werde geprüft. Mit Andreas Lobejäger habe zum 1. November ein neuer Direktor Finanzen und Controlling seine Arbeit bei Leica aufgenommen. Den Bereich hatte bislang Robert Fej als Interims-Manager geleitet.

Das Traditionsunternehmen hatte den Trend zur Digitalfotografie lange verschlafen und war in eine Schieflage geraten. Erst eine Kapitalerhöhung und eine Zusammenarbeit mit der japanischen Matsushita half Leica wieder auf die Beine.

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