Neues Blackberry Key One Es macht wieder Klick

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona ist wieder ein Blackberry mit klickender Tastatur zu sehen. Ganz im Stil der vermeintlich guten, alten Zeit. Doch die E-Mail-Maschine stammt gar nicht vom kanadischen Konzern.
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Der Chef von TCL Communication Nicolas Zibell (rechts) und Kevin Michaluk von der Internet-Plattform Mobile Nations präsentieren das neue Blackberry-Smartphone. Quelle: Reuters
Nicht ohne meine Tastatur

Der Chef von TCL Communication Nicolas Zibell (rechts) und Kevin Michaluk von der Internet-Plattform Mobile Nations präsentieren das neue Blackberry-Smartphone.

(Foto: Reuters)

BarcelonaDer Auftritt erinnert an alte Zeiten – und das soll er auch. Im Saal strahlt der Name Blackberry auf der Leinwand und natürlich prangt das Beerenlogo des Unternehmens auf der Rückseite des neuen Smartphone mit dem Namen „Key One“, das hier den Journalisten präsentiert wird. Entgegen dem allgegenwärtigen Tasten-Verzicht der Smartphones besitzt das Blackberry eine physische Tastatur und einen quadratischen Bildschirm. Der Stil ist ganz bewusst an die früher so populären E-Mail-Maschinen angelehnt. Im Präsentationsvideo blitzt die Tastatur gar auf wie die Kurven eines Sportwagens in einem Werbespot. Sie ist der Star der Show.

Doch das, was Samstagabend im Vorfeld des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zu sehen ist, stammt nicht vom kanadischen Unternehmen selbst. Es stammt vom chinesischen Hersteller TCL Communication, der die Lizenz für die Markenrechte von den Kanadiern bezieht und nun die Blackberry-Modelle entwickelt und herstellt. Die Chinesen bauen bereits Geräte unter dem Namen Alcatel.

TCL Communication will mit dem nun vorgestellten Smartphone eine neue Zielgruppe erschließen: „Blackberry ist der neue Herausforderer im Segment der Premium-Smartphones“, sagt Konzernchef Nicolas Zibell. Diesen Anspruch zeigt auch der ambitionierte Preis von rund 600 Euro.

Diese Smartphone-Features begeistern die Nutzer
Hohe Verbreitung
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Immer zur Hand: 78 Prozent der Menschen in Deutschland haben ein Smartphone, wie der IT-Verband Bitkom erhoben hat. Voll und ganz zufrieden sind aber längst nicht alle. Eine Bitkom-Umfrage zeigt, welche Eigenschaften das nächste Modell haben soll.

Akku mit mehr Ausdauer
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Einmal auftanken, bitte! Viele Nutzer kommen mit einer Akkuladung nicht über den Tag und müssen zwischendurch aufladen wie hier auf dem Filmfest Berlinale. Jeder zweite (55 Prozent) wünscht sich daher einen Akku mit mehr Ausdauer.

Speicher erweitern
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Fotos, Videos, Whatsapp-Nachrichten: Der Speicher des Smartphones ist schnell voll. Und bei vielen Modellen ist es nicht möglich, eine Micro-SD-Karte nachzurüsten. Daher wünschen sich 42 Prozent der Nutzer mehr Kapazität.

Bessere Kamera
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Die beste Kamera ist die, die man immer dabei hat. Getreu diesem Motto knipsen viele mit dem Smartphone, ohne mit der Qualität der Bilder vollständig zufrieden zu sein. 30 Prozent der Nutzer in Deutschland wünschen sich eine bessere Kamera.

Mehr Rechenleistung
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Spiele und Videos bringen Prozessor und Grafikkarten auf Touren - manchem geht das nicht schnell genug. 24 Prozent der Smartphone-Nutzer wünschen sich daher eine höhere Rechenleistung.

Größeres Display
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Nachrichten schreiben, Videos gucken, spielen: Das Smartphone ist häufig Ersatz für Tablet und Notebook. Daher überrascht es nicht, dass 16 Prozent der Nutzer ein größeres Display wollen - obwohl die Geräte schon seit Jahren immer größer werden.

Eignung für LTE
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Die Mobilfunkanbieter rüsten auf, LTE ist inzwischen in den meisten Teilen des Landes verfügbar. Immerhin noch 14 Prozent der Nutzer wünschen sich, dass ihr nächstes Smartphone den Datenturbo nutzen kann.

Auch wenn Unternehmen und Marke nur noch bedingt miteinander zu tun haben, soll das Key One ein echtes Blackberry sein. Zum einen wegen der Hardware: Es hat eine Tastatur im typischen Layout, die Fans begeistern dürfte. Das Gehäuse aus Aluminium wirkt edel, aber dezent. Und der Akku soll locker den ganzen Tag halten, wie bei den alten Blackberry-Modellen. Zum anderen wegen der Software: Es kommt zwar Android mit vollem Zugriff auf Apps und Inhalte zum Einsatz, as hat seine Marke an den trotzdem soll die Software besonders sicher sein.

Das ist der Beitrag, den Blackberry leistet: Das Unternehmen sichert das Betriebssystem zusätzlich ab und verspricht regelmäßige Sicherheitsupdates. Außerdem bietet es eine App namens DTEK, die Nutzern mehr Kontrolle über IT-Sicherheit und Datenschutz geben soll. „Wir arbeiten sehr eng mit TCL zusammen, um Sicherheit in jede Schicht des Key One einzubauen“, versicherte Blackberry-Manager Alex Thurber.

Blackberry konzentriert sich seit dem Amtsantritt von Vorstandschef John Chen auf Software, beispielsweise zur Verwaltung und Absicherung von mobilen Geräten. Die defizitäre Hardwaresparte hat er im September an TCL Communication ausgelagert. Das Key One ist das erste Gerät, das der chinesische Hersteller unter eigener Ägide präsentiert.

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