Neues Facebook-Design
„Eine Evolution, keine Revolution“

Größere Fotos, längere Links und mehr Auswahl beim Newsfeed: Facebook hat seine Optik überarbeitet. Die meisten Reaktionen im Internet sind positiv – allerdings überzeugt das neue Design noch nicht jeden.
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DüsseldorfFacebook gibt den Fotos mehr Raum. Das ist vielleicht das erste, was beim neuen Design des größten sozialen Netzwerks der Welt auffällt. „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, kommentiert das Blog Basic Thinking. Und Computerbild meint: „Fotoalben erstrahlen in neuem Glanz.“ Doch nicht alle Neuerungen kommen gut an.

Diverse Technikblogs und Nachrichten-Websites testen bereits fleißig. Robert Vossen schreibt etwa auf Basic Thinking, dass ihm die neue Darstellung von Inhalten gefällt, die von mehreren Freunden geteilt werden. Der Blogger freut sich, dass solche Inhalte künftig prominenter und länger zu sehen sind. Zukünftig werden die Links zusammengefasst und mit den Profilfotos der Freunde an der Seite bestückt. Wenn man mit der Maus über das Foto fährt, wird der jeweilige Kommentar zum Video angezeigt. Dafür gefällt dem Blogger nicht, dass es künftig durch die verschiedenen Feeds schwieriger sei, sich einen eigenen Nachrichtenstrom zusammenzustellen.

Kritik kommt vom inoffiziellen Facebook-Blog allfacebook.de: Anhand einer genauen Anleitung zeigt Autor Philipp Roth, dass etwa die neue Seitenleiste noch sehr überfrachtet und verwirrend ist. „Wir sind gespannt, ob Facebook das alles noch etwas flexibler gestaltet oder nicht“, schreibt Roth. Gerade viele kleine nützliche Features würde man noch vermissen.

Ein Kommentator merkt zudem an, dass seiner Meinung nach durch das neue Design die Reichweite von Seiten stark beschnitten werde, weil die Nutzer dem Feed der eigenen Freunde mehr Beachtung schenken würden.

Für „eine Evolution, keine Revolution“ hält Martin Weigert vom Blog Netzwertig die Neuerung. Das Ergebnis sei moderner und einladender als zuvor, die Navigation simpler. Er habe sich nach einer Minute an die neue Oberfläche gewöhnt.

Die BBC notiert, dass sich die Website von Facebook nun deutlich an den mobilen Versionen orientiert. Daraus folgert Autor Leo Kelion: Werbung wird mehr Platz bekommen und daher schwerer zu ignorieren sein. Die einheitliche Anmutung auf allen Plattformen sorge für mehr Konsistenz, schreibt das Technologie-Blog Techcrunch und folgert daraus fasst ein bisschen romantisch, dass Facebook „intimer wird, eher auf Berührung und Klicks reagiert und weit weniger verwirrend ist“.

Das Blog The Verge kommentiert Mark Zuckerbergs Versprechen, die „News“ zurück in den Newsfeed zu bringen: Mit einem eigenen Feed für Leute, mit denen man nicht befreundet ist, aber denen man folgt, gehe Facebook einen weiteren Schritt vom Sozialen Netzwerk zur „Zeitung“.

C-Net schreibt, dass Facebook mit der neuen Optik Twitter unter Druck setzt, weil man nun auch bei Facebook besser interessanten Leuten folgen könne und Facebook durch den einen eigenen Feed auch zu einer Quelle für „Breaking News“ werden könnte.

Übrigens: Google Plus hat ebenfalls ein neues Design und ist Facebook damit sogar zuvorgekommen. Chip.de schreibt, dass das größere Coverfoto die auffälligste Veränderung ist. Auf die Bilder kommt es eben an.

huGO-BildID: 30544442 Jonas Jansen Handelsblatt Online 4 / 2013 Quelle: Handelsblatt Online
Jonas Jansen
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter

Kommentare zu " Neues Facebook-Design: „Eine Evolution, keine Revolution“"

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  • Krass, eine Evolution?
    Wenn man das mit der Evolution beschreiben will, was ich darunter verstehe, dann viel Spaß. Gut, man sich seine eigene persönliche Evolution außerhalb solcher revolutionären Evolutionen suchen kann *g*

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